Vergangene Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2019

Vorlesung

Das spätantike Christentum an der Schwelle zum frühen Mittelalter

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(1-stündig)

Beginn: Di, 23. April 2019, 10.15-11.00 Uhr, R 01 624

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Inhalt:
Die Entscheidung Kaiser Konstantins, das Christentum zu fördern, stellt eine wichtige Zäsur in der Geschichte des frühen Christentums dar. Die Vorlesung skizziert zunächst verschiedene Aspekte des neuen Verhältnisses von Kirche und Staat im Osten bis hin zu Kaiser Justinian. Danach wendet sie sich dem „breiten Streifen des Übergangs“ zum frühen Mittelalter mit den entstehenden germanischen Nachfolgestaaten zu, wobei ein Schwerpunkt auf der Entscheidung Chlodwigs zur Taufe und deren Konsequenzen für die Merowinger liegt. Dabei soll auch die Frage nach dem Umgang mit dem christlich-antiken Erbe im Fokus des Interesses stehen.

Die Übung zur Vorlesung vertieft die dort angesprochenen Themen durch die Lektüre und Diskussion einschlägiger Quellen.

Empfohlene Literatur:
Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart ³2001; Henning Börm, Westrom. Von Honorius bis Justinian, Stuttgart 2013; Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher, München 2014; Sebastian Scholz, Die Merowinger, Stuttgart 2015.

Übung zur Vorlesung

Das spätantike Christentum an der Schwelle zum frühen Mittelalter

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(1-stündig)

Beginn: Di, 23. Apr. 2019, 11:15-12:00, R 01 624

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Inhalt:
Die Entscheidung Kaiser Konstantins, das Christentum zu fördern, stellt eine wichtige Zäsur in der Geschichte des frühen Christentums dar. Die Vorlesung skizziert zunächst verschiedene Aspekte des neuen Verhältnisses von Kirche und Staat im Osten bis hin zu Kaiser Justinian. Danach wendet sie sich dem „breiten Streifen des Übergangs“ zum frühen Mittelalter mit den entstehenden germanischen Nachfolgestaaten zu, wobei ein Schwerpunkt auf der Entscheidung Chlodwigs zur Taufe und deren Konsequenzen für die Merowinger liegt. Dabei soll auch die Frage nach dem Umgang mit dem christlich-antiken Erbe im Fokus des Interesses stehen.

Die Übung zur Vorlesung vertieft die dort angesprochenen Themen durch die Lektüre und Diskussion einschlägiger Quellen.

Empfohlene Literatur:
Arnold Angenendt, Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400 bis 900, Stuttgart ³2001; Henning Börm, Westrom. Von Honorius bis Justinian, Stuttgart 2013; Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher, München 2014; Sebastian Scholz, Die Merowinger, Stuttgart 2015.

Ringvorlesung des GRK 2304

"Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen"

(Prof. Dr. Heike Grieser; Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch)

(2-stündig)

Termine: Mi. 8. Mai 2019; Mi. 22. Mai 2019; Mi. 03. Juli 2019; Mi. 10. Juli 2019, jeweils von 18.00-20.00 Uhr, R 00411 

Arbeitsgruppe: Forschungskolloquium des GRK 2304

"Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen"

(Prof. Dr. Heide Frielinghaus; Prof. Dr. Heike Grieser; Prof. Dr. Marietta Horster; Prof. Dr. Jan Kusber; Prof. Dr. Ludger Körntgen; Prof. Dr. Hans-Christian Maner; Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch; Prof. Dr. Klaus Pietschmann; Dr. Dieter Quast; Prof. Dr. Jörg Rogge)

(2-stündig)

Termine: Mi. 24. April 2019; Mi. 15. Mai 2019; Mi. 29. Mai 2019; Mi. 12. Juni 2019; Mi. 26. Juni 2019, jeweils von 18.00-20.00 Uhr, R 00-411

Seminar

Mit Feindesliebe oder Gewalt? Positionen im frühen Christentum

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig) 

Beginn: Do, 18. April 2019, 10.15-11.45 Uhr, R 01-545

Voraussetzungen / Organisatorisches
Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 15a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Inhalt:
Ob in der Familie, der christlichen Gemeinde, im paganen Umfeld, im Umgang mit Andersgläubigen oder im Krieg – die Lebensrealität früher Christen ist von Auseinandersetzungen und der Kollision von Interessen und Überzeugungen geprägt. Im Seminar werden unterschiedliche Konfliktfelder sowie Vermittlungs- und Lösungsstrategien in den Blick genommen. Dabei spielt die Frage nach der Legitimität der Anwendung von Gewalt eine zentrale Rolle.

Empfohlene Literatur:
Arnold Angenendt, Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, Münster 5. Aufl. 2009, ND 2018; Andreas Holzem, Krieg und Christentum. Religiöse Gewalttheorien in der Kriegserfahrung des Westens (Krieg in der Geschichte 50), Paderborn 2009; Karl Leo Noethlichs, Krieg, in: Reallexikon für Antike und Christentum 22 (2008), 2–75.

Interdisziplinäres Blockseminar

Dominant, verführend, ewig schuld? Frauen im Umfeld des Herrschers. Herrschaft im interkulturellen Vergleich III

(Prof. Dr. Heide Frielinghaus; Prof. Dr. Heike Grieser; Prof. Dr. Sebastian Grätz; Prof. Dr. Ludger Körntgen; Prof. Dr. Doris Prechel)

(2-stündig) 

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Vorbesprechung: Mittwoch, 13. Februar 2019, 12-14 Uhr, HS 15 (Forum).
Block: 15.-16. April 2019, 10-16 Uhr, Infobox.

Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 15a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte 

Inhalt:
Auch wenn die Frau auf dem Thron sowohl in der Antike als auch im Mittelalter den Sonderfall darstellt, lassen sich eine Vielzahl weiblicher Figuren im Umfeld des männlichen Monarchen ermitteln. Diese konnten politisch einflussreich sein und entscheidende Funktionen übernehmen, sei es als Mitglied der Familie oder Konkubine, Beraterin, Mäzenin etc. Das interdisziplinäre Blockseminar widmet sich einerseits konkreten Frauengestalten, fragt aber andererseits auch nach Rollen und Funktionen sowie Zuschreibungen an solche Frauen. Darüber hinaus reflektiert es kritisch die in der modernen Geschichtsschreibung transportierten Topoi und Stereotype. Die Lehrveranstaltung dient zudem der Vorbereitung einer gleichnamigen Tagung an der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur am 21.-22.10.2019.

Empfohlene Literatur:
Anja Busch, Die Frauen der theodosianischen Dynastie. Macht und Repräsentation kaiserlicher Frauen im 5. Jahrhundert, Stuttgart 2015; Michaela Dirschlmayer, Kirchenstiftungen römischer Kaiserinnen vom 4. bis zum 6. Jahrhundert. Die Erschließung neuer Handlungsspielräume (Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsbände. Kleine Reihe 13), Münster 2015; Christiane Kunst (Hg.), Matronage. Handlungsstrategien und soziale Netzwerke antiker Herrscherfrauen (Osnabrücker Forschungen zur Altertum und Antike-Rezeption 20), Rahden 2013; Claudia Nolte, Conversio und christianitas. Frauen in der Christianisierung vom 5. bis 8. Jahrhundert (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 41), Stuttgart 1995.

Zusätzliche Informationen:
Vorbesprechung: Mittwoch, 13. Februar 2019, 12-14 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gruppe A)

(Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.)

(2-stündig) 

Beginn: Mi, 17. April 2019, 08.15-09.45 Uhr, R 01-421 

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 1 (B.Ed.): Einführungs- und Grundlagenmodul
Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:
Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentums-geschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und –inter-pretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben. Dies alles geschieht anhand eines alle Seminarsitzungen übergreifenden Oberthemas.

Hinweis:

In der „Gruppe A“ liegt der Schwerpunkt des Proseminars auf dem Fach Alte Kirchengeschichte & Patrologie, in der „Gruppe B“ auf dem Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte.

Übung

Christsein im spätantiken Gallien

(Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.)

(1-stündig) 

Beginn: Mo, 15. April 2019, 09.15-10.00 Uhr, R 01-545 

Inhalt:
Was ein Christ ist oder wer alles Christ ist, scheint auf den ersten Blick eine leicht zu beantwortende Frage zu sein. Ein Christ, so schreibt beispielsweise Augustinus sinngemäß, ist, wer weder Jude noch Heide ist (In Ioh. evang. 44, 2). Tatsächlich zeigt ein genauerer Blick, dass die Grenze zwischen Christen und Nichtchristen nicht immer leicht und eindeutig zu ziehen ist. Dies gilt vor allem für die Zeit nach dem Ende der Christenverfolgungen, da es nicht mehr gefährlich, sondern im Gegenteil zunehmend opportun sein kann, sich zum christlichen Glauben zu bekennen. Klare Kriterien, um „wahre Christen“ von „Halbchristen“ oder „Scheinchristen“ zu unterscheiden, fehlen und werden oft in der Lebensweise von Christinnen und Christen gesucht.

Die Übung geht einerseits der Frage nach, welche Tätigkeiten und Verhaltensweisen als nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar bestimmt werden und untersucht andererseits Begründungs- und Vermittlungsstrategien solcher Kritik. Dabei soll der geographische Schwerpunkt auf Gallien liegen, wo der christliche Glaube nicht nur in Auseinandersetzung mit Kultur und Glauben der paganen römischen Welt sondern auch mit keltischen und germanischen Vorstellungen steht. Ebenfalls sollen methodische Überlegungen zu Einheit und Vielfalt des Christentums zum Tragen kommen.

Die Übung kann weiterhin als Übersetzungsübung dienen, indem die behandelten Quellentexte in ihrer lateinischen Fassung besprochen werden. Teilnehmende mit geringen Lateinkenntnissen sind dabei ebenfalls ausdrücklich eingeladen. Bei Bedarf wird es deutsche Übersetzungen als Hilfestellung geben.

Empfohlene Literatur:
Zur Einführung in die Thematik eignen sich:
Bailey, Lisa Kaaren: The Religious Worlds of the Laity in Late Antique Gaul, London/ New York 2016.
Gemeinhardt, Peter: Heilige, Halbchristen, Heiden. Virtuelle und reale Grenzen im spätantiken Christentum, in: Schweitzer, Friedrich (Hg.): Kommunikation über Grenzen. Kongressband des XIII. Europäischen Kongresses für Theologie 21. – 25. September 2008 in Wien (Veröffentlichungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie 33), Gütersloh 2009, 454-474.
Leppin, Hartmut: Christianisierungen im Römischen Reich. Überlegungen zum Begriff und zur Phasenbildung, in: ZAC 16 (2012), 247-278.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig) 

Beginn: Di, 16. April 2019, 18.15-19.45 Uhr, R 00-415

Inhalt:
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.

Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.

 

 

Wintersemester 2018/ 2019

 

Vorlesung

Frühchristliche Theologiegeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(3-stündig/2-stündig)

Beginn: Mi, 24. Oktober 2018, 12.15-13.45 Uhr, HS 15 / Fr, 26. Oktober 2018, 09.00-9.45 Uhr, HS 16 (Freitagstermin: Katharina Pultar)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 20 (M.Ed.): Nicht-künstlerisches Beifach I
Modul 9 (Mag.Theol.): Wege christlichen Denkens und Lebens
Modul B5a (Beifach Theologie): Vertiefung und Reflexion einer theologischen Fragestellung

Die Vorlesung ist so konzipiert, dass sie als zweistündige Veranstaltung (für den Studiengang Magister Theologiae) und als dreistündige Veranstaltung (für den Studiengang Lehramtsbezogener Master) belegt werden kann. Der Freitagtermin ist nur für diejenigen verbindlich, die drei SWS nachweisen müssen.

Inhalt:
Die christliche „Rede von Gott“ hat sich in vielfältigen Ausdrucksformen in einem langen Prozess entwickelt, wobei der Zeit der frühen Kirche durch ihre Nähe zum „Ursprung“ eine besondere Bedeutung zukommt: Wie ist das Christusereignis zu deuten und welche Konsequenzen sind daraus für die entstehende Kirche zu ziehen? Die allmähliche christliche Identitätsbestimmung geschieht zunächst durch die komplexe Auseinandersetzung mit den jüdischen Wurzeln. Maßgeblich ist sie aber auch von den vielgestaltigen Kontakten mit der antiken Philosophie, den Mysterienreligionen und der paganen Umwelt im Allgemeinen bestimmt. In der Vorlesung sollen verschiedene Themenkomplexe behandelt werden, neben den genannten u.a. die Bedeutung von Schrift und Tradition, der Stellenwert von kirchlicher Praxis, unterschiedliche Kirchenmodelle und der Umgang mit Häresien.

Empfohlene Literatur:
Gregor Maria Hoff / Ulrich H.J. Körtner (Hgg.), Arbeitsbuch Theologiegeschichte. Diskurse. Akteure. Wissensformen 1: 2.-15. Jahrhundert, Stuttgart 2012; Michael Fiedrowicz, Theologie der Kirchen-väter. Grundlagen frühchristlicher Glaubensreflexion, Freiburg 2007; Christoph Markschies, Kaiser-zeitliche christliche Theologie und ihre Institutionen. Prolegomena zu einer Geschichte der antiken christlichen Theologie, Tübingen 2007; Studienausgabe 2009.

 

Vorlesung

Das Christentum in der Antike

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Do, 18. Oktober 2018, 12.15-13.45, HS 15

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 7 (B.Ed.): Wege und Entwürfe biblischen und christlichen Lebens und Denkens
Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:
Die Vorlesung richtet sich als einführende Überblicksveranstaltung vor allem an Studienanfänger und Studienanfängerinnen. Vorgestellt werden zentrale Themen der frühen Kirchen- und Theologie-geschichte wie Mission und Ausbreitung des Urchristentums, Christen in römischem Staat und paganer Gesellschaft, Entwicklung gemeindlicher und kirchlicher Strukturen sowie die erste Klärung theologischer Fragen.

Empfohlene Literatur:
Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben. Als allgemeine Einführung eignen sich: Franz Dünzl, Fremd in dieser Welt? Das frühe Christentum zwischen Weltdistanz und Weltverantwortung, Freiburg u.a. 2015; Franz Xaver Bischof u.a., Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg u.a. 2012 (Nachdruck: 2014 = Ebook: 2016); Bernd Moeller (Hg.), Ökumenische Kirchengeschichte 1: Von den Anfängen bis zum Mittelalter, Darmstadt 2006.

 

Vorlesung

Die Konzilien in der Spätantike

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(1-stündig)

Beginn: Di, 23. Oktober 2018, 09.15-10.00 Uhr, R 01-546

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 8 (Mag.Theol.): Jesus Christus und die Gottesherrschaft

Die Vorlesung beruht wesentlich auf der Lektüre einschlägiger Quellen, die jeweils zur Verfügung gestellt werden und vorbereitend zu lesen sind.

Inhalt:
Das frühchristliche Synodenwesen beginnt in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts; erste Themen stellen die Klärung eines verbindlichen Osterfesttermins und der Umgang mit dem Montanismus dar. Spätere Synoden spiegeln mit ihren Debatten weiterhin die dringlichen Fragen der christlichen Gemeinden und ihrer Bischöfe wider. Das Konzil von Nizäa (325) eröffnet schließlich die Reihe der heute insgesamt 21 Ökumenischen Konzilien. Dabei schaffen die ersten vier Konzilien, die sich insbesondere mit trinitarischen und christologischen Fragen befassen, zentrale Fundamente der christlichen Theologie. Die Vorlesung zeichnet wichtige Etappen dieser Prozesse nach.

Empfohlene Literatur:
Als allgemeine Einführung eignen sich: Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien – Brennpunkte der Kirchengeschichte, Paderborn u.a. ²2008; Giuseppe Alberigo (Hg.), Geschichte der Konzilien. Vom Nicaenum bis zum Vaticanum II, Düsseldorf 1993.

 

Seminar

Frühchristliche Caritas zwischen Anspruch und Wirklichkeit

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Do, 18. Oktober 2018, 16.15-17.45 Uhr, R 01-546

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 11 (MEd): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
(Vertiefendes Seminar Exegese / Biblische Theologie)
Modul 15a; 23a; 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul B5b (Beifach Theologie): Vertiefung und Reflexion einer theologischen Fragestellung
Modul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung AKG und MNKG

Inhalt:
Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind seit dem Pontifikat von Papst Franziskus verstärkt in das Bewusstsein vieler Christen gerückt. Damit geraten auch frühchristliche Traditionen wieder neu in den Blick: Das „Tun guter Werke“ in der Tradition von Mt 25,31-46 wird nicht nur in der Forschungsliteratur, sondern schon von vielen antiken Quellen als ein herausragendes Kennzeichen der frühen Christen und ihrer Gemeinden beschrieben. Doch was ist als Eigenwerbung, was als Realität zu identifizieren? Das Seminar will dieser Thematik vor allem unter zwei Fragestellungen nachgehen: Wie gestaltete sich erstens konkret diese Fürsorge für Notleidende (Witwen, Waisen, Kranke, Hungernde), Fremde und Gefangene? Wer trug Verantwortung, wie wurde diese Unterstützung bewerkstelligt und finanziert und wie reflektiert? Zur Einordnung des Befunds ist zweitens darauf zu achten, welche Formen der Wohltätigkeit das pagane und jüdische Umfeld praktizierten und wie diese jeweils begründet wurden.

Empfohlene Literatur:
WUB 2 (2018): Nächstenliebe; Peter Brown, Der Schatz im Himmel. Der Aufstieg des Christentums und der Untergang des Römischen Reiches, Stuttgart 2017; Bernhard Schneider, Christliche Armenfürsorge von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters. Eine Geschichte des Helfens und seiner Grenzen, Freiburg u.a. 2017; Christoph Stiegemann (Hg.), Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart, Petersberg 2015.

 

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gruppe A)

(Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.)

(2-stündig) 

Beginn: Mi, 17. Oktober 2018, 12.15-13.45 Uhr, R 01-624 

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 1 (B.Ed.): Einführungs- und Grundlagenmodul
Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:
Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentums-geschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -inter-pretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben. Dies alles geschieht anhand eines alle Seminarsitzungen übergreifenden Oberthemas.

 

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gruppe B)

(Lic. theol. Manuel Krumbiegel M.Ed.)

(2-stündig) 

Beginn: Mo, 15. Oktober 2018, 12.15-13.45 Uhr, R 01-624 

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 1 (B.Ed.): Einführungs- und Grundlagenmodul

Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht

Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht

Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentums-geschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und –inter-pretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben. Dies alles geschieht anhand eines alle Seminarsitzungen übergreifenden Oberthemas.

 

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig) 

Erstes Treffen zur Absprache aller Termine: Di, 23. Oktober 2018, 11.00 Uhr, R 01-549

Inhalt:
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.

Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

 

SoSe 2018

Frau Prof. Dr. Heike Grieser hat im SoSe 2018 ein Forschungsfreisemester und wird von Herrn Prof. Dr. Ulrich Volp vertreten.

 

Vorlesung

Ethik in der Alten Kirche

(Prof. Ulrich Volp)

(1-stündig)

Beginn: Di, 17. April 2018, 10:15-11.00, R 01 421

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchen-geschichte.

Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte.

Inhalt:

Der britische Patristiker Henry Chadwick hatte einmal die in den christlichen Gemeinden geübte Nächstenliebe und Humanität als den Schlüssel für den Erfolg des Christentums in der Antike benannt. Auch den Kirchenvätern war die Bedeutung der Ethik wohl bewusst und sie versuchten mehr oder weniger explizit, die Konsequenzen der biblischen Botschaft für das menschliche Zusammenleben auch theologisch zu reflektieren und gedanklich zu durchdringen. In der Veranstaltung soll versucht werden, den Ursprüngen antiker christlicher Ethikkonzeptionen in Auseinandersetzung mit der nichtchristlichen Umwelt und philosophischen Entwürfen einerseits, aber auch mit dem sich seit dem 1. Jahrhundert entwickelnden Gemeindeethos und kirchlichen und historischen Notwendigkeiten andererseits nachzuspüren. Thematisch gegliederte Vorlesungseinheiten wechseln sich dabei mit gemeinsamer Quellenlektüre ab.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Empfohlene Literatur:

Henry Chadwick, Art. Humanität. RAC 16 (1994) 663-711.

Ekkehard Mühlenberg, Altchristliche Lebensführung zwischen Bibel und Tugendlehre: Ethik bei den griechischen Philosophen und den frühen Christen, Göttingen 2006 (AAWG.PH 3, 272).

 

Übung

Ethik in der Alten Kirche

(Prof. Ulrich Volp)

(1-stündig)

Beginn: Di, 17. April 2018, 11:00-11.45, R 01 421

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchen-geschichte .

Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte.

Inhalt:

Der britische Patristiker Henry Chadwick hatte einmal die in den christlichen Gemeinden geübte Nächstenliebe und Humanität als den Schlüssel für den Erfolg des Christentums in der Antike benannt. Auch den Kirchenvätern war die Bedeutung der Ethik wohl bewusst und sie versuchten mehr oder weniger explizit, die Konsequenzen der biblischen Botschaft für das menschliche Zusammenleben auch theologisch zu reflektieren und gedanklich zu durchdringen. In der Veranstaltung soll versucht werden, den Ursprüngen antiker christlicher Ethikkonzeptionen in Auseinandersetzung mit der nichtchristlichen Umwelt und philosophischen Entwürfen einerseits, aber auch mit dem sich seit dem 1. Jahrhundert entwickelnden Gemeindeethos und kirchlichen und historischen Notwendigkeiten andererseits nachzuspüren. Thematisch gegliederte Vorlesungseinheiten wechseln sich dabei mit gemeinsamer Quellenlektüre ab.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Empfohlene Literatur:

Henry Chadwick, Art. Humanität. RAC 16 (1994) 663-711.

Ekkehard Mühlenberg, Altchristliche Lebensführung zwischen Bibel und Tugendlehre: Ethik bei den griechischen Philosophen und den frühen Christen, Göttingen 2006 (AAWG.PH 3, 272).

 

Seminar

Heiden und Christen

(Prof. Ulrich Volp)

(2-stündig)

Beginn: Mo, 16. April 2018, 12:15-13:45, R 01 624

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 15a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Inhalt:

Die Auseinandersetzung des antiken Christentums mit seiner paganen Umwelt ist in der Antike in sehr unterschiedlichen Phasen verlaufen: So war etwa die Zeit von der Mitte des 2. bis zur Mitte des 3. Jh.s für das junge Christentum eine Periode des angespannten Gegenübers zwischen relativ kleinen christlichen Gemeinden und einer paganen Mehrheitsgesellschaft, die der neuen Religion eine alles in allem sehr skeptische Haltung entgegenbrachte. Dies änderte sich mit der Hinwendung der Kaiserhäuser zum Christentum, wobei auch mit dem Zeitalter Konstantins die Auseinandersetzung mit paganer Religiosität alles andere abgeschlossen war. Große apologetische Werke eines Origenes oder eines Kyrill entstanden jedenfalls in ganz unterschiedlichen kirchengeschichtlichen Kontexten. Thema des Seminars sind jene schriftlichen Quellentexte, die von einer intellektuellen Reflexion vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Phasen zeugen und deren gleichzeitige Aktualität und Fremdheit in Zeiten erneuter scharfer Religionskonflikte und neuer Dialogkulturen zur Auseinandersetzung auffordern.

Empfohlene Literatur:

Michael Fiedrowicz, Christen und Heiden. Quellentexte zu ihrer Auseinandersetzung in der Antike, Darmstadt 2004; Johannes van Oort/Dietmar Wyrwa (Hg.), Heiden und Christen im 5. Jahrhundert, Leuven 1998.

 

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gruppe A)

(Katharina Pultar)

(2-stündig)

Beginn: Mi, 18. Apr. 2018, 08:15-09:45, R 01 421

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 1 (B.Ed.): Einführungs- und Grundlagenmodul

Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht

Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht

Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen
Inhalt:

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentums-geschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben. Dies alles geschieht anhand eines alle Seminarsitzungen übergreifenden Oberthemas.

Hinweis:

In der "Gruppe A" liegt der Schwerpunkt des Proseminares auf dem Fach Alte Kirchengeschichte & Patrologie, in der "Gruppe B" auf dem Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte.

 

Übung

Christsein im spätantiken Gallien

(Katharina Pultar)

(1-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Zeit und Ort: n.V.

Erstes Treffen: Montag, 16. April 2018, 12.00 Uhr, Raum 01-534

Inhalt:

Was ein Christ ist oder wer alles Christ ist, scheint auf den ersten Blick eine leicht zu beantwortende Frage zu sein. Ein Christ, so schreibt beispielsweise Augustinus sinngemäß, ist, wer weder Jude noch Heide ist (In Ioh. evang. 44, 2). Tatsächlich zeigt ein genauerer Blick, dass die Grenze zwischen Christen und Nichtchristen nicht immer leicht und eindeutig zu ziehen ist. Dies gilt vor allem für die Zeit nach dem Ende der Christenverfolgungen, da es nicht mehr gefährlich, sondern im Gegenteil zunehmend opportun ist, sich zum christlichen Glauben zu bekennen. Auf der anderen Seite begegnet häufig das Phänomen des Taufaufschubs bis kurz vor das Lebensende. Bischöfe dieser Zeit wie Hilarius von Poitiers, Zeno von Verona oder Ambrosius von Mailand klagen in diesem Kontext über "Halbchristen" und "Scheinchristen", die zwischen Christentum und Heidentum stünden bzw. nur so täten, als seien sie Christen. Caesarius von Arles wiederum belehrt seine Gemeinde in Predigten darüber, welches Verhalten "pagan" und daher für Christinnen und Christen verboten sei.

Anhand von Beispielen soll in der Übung diesen Fragen und Problemen nachgegangen werden, wobei der geographische Fokus auf Gallien liegt. Auch methodische Überlegungen zu Einheit und Vielfalt des Christentums kommen dabei zum Tragen.

Empfohlene Literatur:

Zur Einführung in die Thematik eignen sich:

- Bailey, Lisa Kaaren: The Religious Worlds of the Laity in Late Antique Gaul, London/ New York 2016.

- Gemeinhardt, Peter: Heilige, Halbchristen, Heiden. Virtuelle und reale Grenzen im spätantiken Christentum, in: Schweitzer, Friedrich (Hg.): Kommunikation über Grenzen. Kongressband des XIII. Europäischen Kongresses für Theologie 21. – 25. September 2008 in Wien (Veröffentlichungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie 33), Gütersloh 2009, 454-474.

- Leppin, Hartmut: Christianisierungen im Römischen Reich. Überlegungen zum Begriff und zur Phasenbildung, in: ZAC 16 (2012), 247-278.

 

 

WiSe 2017/18

 

Vorlesung

Die Konzilien in der Spätantike

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(1-stündig)

Beginn: Di, 17. Oktober 2017, 10:15-11.00, R 01 546

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 8 (Mag.Theol.): Jesus Christus und die Gottesherrschaft

Die Vorlesung beruht wesentlich auf der Lektüre einschlägiger Quellen, die jeweils zur Verfügung gestellt werden und vorbereitend zu lesen sind.

Inhalt:
Das frühchristliche Synodenwesen beginnt in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts; erste Themen stellen die Klärung eines verbindlichen Osterfesttermins und der Umgang mit dem Montanismus dar. Spätere Synoden spiegeln mit ihren Debatten weiterhin die dringlichen Fragen der christlichen Gemeinden und ihrer Bischöfe wider. Das Konzil von Nizäa (325) eröffnet schließlich die Reihe der heute insgesamt 21 Ökumenischen Konzilien. Dabei schaffen die ersten vier Konzilien, die sich insbesondere mit trinitarischen und christologischen Fragen befassen, zentrale Fundamente der christlichen Theologie. Die Vorlesung zeichnet wichtige Etappen dieser Prozesse nach.

Empfohlene Literatur:
Als allgemeine Einführung eignen sich: Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien - Brennpunkte der Kirchengeschichte, Paderborn u.a. ²2008; Giuseppe Alberigo (Hg.), Geschichte der Konzilien. Vom Nicaenum bis zum Vaticanum II, Düsseldorf 1993.

 

Vorlesung

Das Christentum in der Antike

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Do, 19. Oktober 2017, 12.15-13.45, HS 7

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 7 (B.Ed.): Wege und Entwürfe biblischen und christlichen Lebens und Denkens
Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:
Die Vorlesung richtet sich als einführende Überblicksveranstaltung vor allem an Studienanfänger und Studienanfängerinnen. Vorgestellt werden zentrale Themen der frühen Kirchen- und Theologie-geschichte wie Mission und Ausbreitung des Urchristentums, Christen in römischem Staat und paganer Gesellschaft, Entwicklung gemeindlicher und kirchlicher Strukturen sowie die erste Klärung theologischer Fragen.

Empfohlene Literatur:
Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben. Als allgemeine Einführung eignen sich: Franz Dünzl, Fremd in dieser Welt? Das frühe Christentum zwischen Weltdistanz und Weltverantwortung, Freiburg u.a. 2015; Franz Xaver Bischof u.a., Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg u.a. 2012 (Nachdruck: 2014); Bernd Moeller (Hg.), Ökumenische Kirchengeschichte 1: Von den Anfängen bis zum Mittelalter, Darmstadt 2006.

 

Vorlesung

Die Anfänge des christlichen Mönchtums

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(3-stündig)

Termine: Mo, 16. Oktober 2017, 12.15-13.00 Uhr, HS 13 / Mi, 18. Oktober 2017, 12.15-13.45, HS 16

Beginn: Mi, 18. Oktober 2017

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 20 (M.Ed.): Nicht-künstlerisches Beifach I
Modul 9 (Mag.Theol.): Wege christlichen Denkens und Lebens
Modul B5a (Beifach Theologie): Vertiefung und Reflexion einer theologischen Fragestellung

Die Vorlesung ist so konzipiert, dass sie als zweistündige Veranstaltung (für den Studiengang Magister Theologiae) und als dreistündige Veranstaltung (für den Studiengang Lehramtsbezogenen Master) belegt werden kann. Der Montagtermin ist nur für diejenigen verbindlich, die drei SWS nachweisen müssen.

Inhalt:
Die seit neutestamentlicher Zeit greifbare christliche Wertschätzung der Askese speist sich nicht nur aus dem Anliegen einer radikalen Nachfolge Jesu, sondern ist u.a. auch von der Auseinandersetzung mit paganen philosophischen Idealen, deren Imitation und Überbietung, geprägt. Während Frauen und Männer ein asketisches Leben zunächst innerhalb der Familie bzw. Gemeinde führen, verlassen sie diesen geschützten Lebensraum seit dem späten dritten Jahrhundert und ziehen sich in die Wüste bzw. Einsamkeit zurück. Dort leben sie als Eremiten oder gründen erste klösterliche Gemeinschaften, die seit dem späten vierten Jahrhundert zum Teil in die Städte zurückverlagert werden. Die ersten Regeln, aber auch Viten, Reiseberichte u.a. geben nicht nur Auskunft über zentrale Akteure dieser Bewegungen, sondern gewähren auch schillernde Einblicke in unterschiedliche Ausprägungen des frühen Mönchtums, das von radikaler körperlicher Askese über eine caritative Ausrichtung bis hin zu wohlsituiertem Streben nach Bildung und Gelehrsamkeit bestimmt sein kann.

Empfohlene Literatur:
Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben. Als allgemeine Einführung eignet sich: S. Rubenson u.a., Art. Mönchtum I und II, in: RAC 24 (2012) 1009/98.

 

Seminar

Die antike Stadt und die ersten Christen

(Prof. Dr. Heike Grieser; Prof. Dr. Konrad Huber)

(2-stündig)

Beginn: Do, 19. Oktober 2017, 16:15-17:45, R 01 624

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 11 (MEd): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
(Vertiefendes Seminar Exegese / Biblische Theologie)
Modul 15a; 23a; 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul B5b (Beifach Theologie): Vertiefung und Reflexion einer theologischen Fragestellung
Modul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung AKG und MNKG
Diplomstudium

Inhalt:
„Das Christentum ist in der Stadt groß geworden“ (M. Ebner). Die Mission des Apostels Paulus ist von Anfang an eine ausgesprochene Stadtmission, die meisten seiner Briefe richten sich an Christengemeinden in bedeutenden Metropolen des Römischen Reiches.

Sehr rasch entwickelt sich das Christentum der ersten Jahrhunderte zu einem genuin städtischen Phänomen und wird in der Folge auch ein das städtische Leben prägender und gestaltender Faktor.

Die politischen, kulturellen, gesellschaftlichen und religiösen Rahmenbedingungen in den antiken Städten hellenistisch-römischer Prägung stellen die frühen Christen vor besondere Herausforderungen, befördern zugleich aber Prozesse der Identitätsbildung in sozialer und theologisch-inhaltlicher Hinsicht.

Die Lehrveranstaltung möchte aus der Perspektive des Neuen Testaments und der Alten Kirchengeschichte einzelne Aspekte dieser letztlich wechselseitigen Beziehung zwischen antiker Stadt und frühen Christen in den Blick nehmen und dabei vor allem die städtische Alltagswirklichkeit (Tempel, Kulte, Opfer, Vereinswesen, Markt, Haus, Schulwesen etc.) und frühchristliche Positionierungen dazu beleuchten. Auch die durchaus unterschiedlich verlaufenden Prozesse der Christianisierung der Städte bis in die Spätantike hinein sollen exemplarisch nachvollzogen werden, wobei vor allem auf Formen und Orte der Interaktion zwischen paganen und christlichen Stadtbewohnern zu achten sein wird.

In Vorbereitung auf die für März 2018 geplante Studienreise liegt ein Schwerpunkt auf Städten in Griechenland (Korinth, Philippi, Thessaloniki und Athen).

Empfohlene Literatur:

M. Ebner, Die Stadt als Lebensraum der ersten Christen. Das Urchristentum in seiner Umwelt I (Grundrisse zum Neuen Testament 1,1), Göttingen 2012.
R. v. Bendemann / M. Tiwald (Hg.), Das frühe Christentum und die Stadt (Beiträge zur Wissenschaft vom Alten und Neuen Testament 198), Stuttgart 2012.
K. Scherberich (Hg.), Neues Testament und Antike Kultur. Band 2: Familie – Gesellschaft – Wirtschaft, Neukirchen-Vluyn 2005.
A. Busine (Hg.), Religious Practices and Christianization of the Late Antique City (4th – 7th cent.) (Religions in the Graeco-Roman World 182), Leiden/Boston 2015.

Weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung angegeben bzw. kann über BILDI (bildi.uibk.ac.at) abgerufen werden.

 

Exkursion

Studienreise nach Griechenland

(Prof. Dr. Heike Grieser; Prof. Dr. Konrad Huber)

(4-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Die Studienreise nach Griechenland "Paulus und die Anfänge des Christentums in Griechenland" im WS 2017/18 wird vom 12. - 20. März 2018 stattfinden.

Nähere Informationen unter: http://griechenland.uni-mainz.de/

 

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gruppe A)

(Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.)

(2-stündig)

Beginn: Fr, 20. Oktober 2017, 8.15-9.45, R 01-624

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 1 (B.Ed.): Einführungs- und Grundlagenmodul
Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:
Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben. Dies alles geschieht anhand eines alle Seminarsitzungen übergreifenden Oberthemas.

Hinweis:
In der "Gruppe A" liegt der Schwerpunkt des Proseminares auf dem Fach Alte Kirchengeschichte & Patrologie, in der "Gruppe B" auf dem Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte.

 

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Erster Termin: Montag, 16. Oktober 2017, 11.00 Uhr, R 01-549 zur weiteren Terminabsprache

Inhalt:
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.
Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

 

 SoSe 2017

 

Vorlesung

Christentum im Wandel?

Die Zeit des Übergangs von der Spätantike zum Frühmittelalter

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(1-stündig) 

Beginn: Do, 27. April 2017, 16:15-17.00, R 01 421

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Inhalt:

Die Entscheidung Kaiser Konstantins, das Christentum zu fördern, ist als eine wichtige Zäsur in der Geschichte zu beurteilen. Die Vorlesung skizziert zunächst verschiedene Aspekte des neuen Verhältnisses von Kirche und Staat bis zu Kaiser Justinian. Danach wendet sie sich dem „breiten Streifen des Übergangs“ zum frühen Mittelalter mit den entstehenden germanischen Nachfolgestaaten zu. Dabei soll die Frage nach dem Umgang mit dem christlich-antiken Erbe im Fokus des Interesses stehen. 

Empfohlene Literatur:

Als einführende Literatur ist geeignet: Pfeilschifter, Rene: Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher, München 2014.

 

Übung

Christentum im Wandel? Die Zeit des Übergangs von der Spätantike zum Frühmittelalter

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(1-stündig) 

Beginn: Do, 27. April 2017, 17.00-17.45, R 01 421

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Inhalt: In der Übung werden die in der Vorlesung "Christentum im Wandel? Die Zeit des Übergangs von der Spätantike zum Frühmittelalter" behandelten Themen vertieft diskutiert und zentrale Quellentexte interpretiert.

 

Interdisziplinäres Blockseminar

 "Herrscher als Versager?!“ 

(Prof. Dr. Heide Frielinghaus; Prof. Dr. Heike Maria Grieser; Prof. Dr. Sebastian Grätz; Prof. Dr. Ludger Körntgen; Prof. Dr. Doris Prechel)

(2-stündig) 

Termine: Mi, 19. April, Do, 20. April, Fr, 21. April 2017, jeweils 14:00-20:00, Raum Infobox

Voraussetzungen / Organisatorisches: Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte Modul 15a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung Modul 23a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung Modul 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Vorbesprechung: Fr, 10. Februar 2017, 12:15, P 15

Inhalt: Im Rahmen des interdisziplinären Blockseminars unter Beteiligung der Disziplinen Altorientalistik, Alttestamentliche Wissenschaft, Kirchengeschichte, Klassische Archäologie und Mittelalterliche Geschichte wird das Thema „Der Herrscher als Versager“ behandelt.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die zentralen Fragen: Was macht einen Herrscher zum Versager? Welche strukturellen und situationsbezogenen Bedingungen kommen zusammen (z.B. Probleme des Herrschaftsaufbaus, übermächtige äußere Bedrohungen, Auseinandersetzungen um Religionszugehörigkeiten und deren Implikationen, persönliche Unzulänglichkeiten des Herrschers, seiner Umgebung oder der politischen Eliten)? Wie unterscheiden sich die Perspektiven der Zeitgenossen von denen der Forschung? Welche Rolle spielen grundlegende Revisionen der Forschungsbeurteilungen und wie kommen diese zustande?
Anhand von Kurzreferaten und Quellenlektüre sollen die Gesichtspunkte der Thematik ausführlich erörtert werden. Eine internationale Tagung am 9. und 10. Mai 2017, deren Teilnahme obligatorisch ist, gibt allen Teilnehmern die Möglichkeit, die erarbeiteten Ergebnisse in einem größeren Rahmen zu diskutieren.

Empfohlene Literatur: Wird bei der Vorbesprechung bekannt gegeben!

 

Interdisziplinäres Seminar

"Freunde Gottes": Literarische Konstruktion und kultische Verehrung von Heiligen in Spätantike und Frühmittelalter

 (Prof. Dr. Heike Maria Grieser; Prof. Dr. Ludger Körntgen; Katharina Reihl)

(2-stündig) 

Beginn: Mo, 24. April 2017, 12:15-13:45, R 01 624

Voraussetzungen / Organisatorisches: Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte Modul 15a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung Modul 23a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung Modul 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Inhalt:

Mit dem Martyrium des Bischofs Polykarp von Smyrna um 160 verbindet man die Anfänge der christlichen Heiligenverehrung. Die allmähliche Ausweitung des verehrten Personenkreises über die Märtyrer hinaus auf Bischöfe, Apostel und Asketen bzw. Asketinnen ist nicht nur sich verändernden konkreten Zeitumständen geschuldet, sondern bezeugt auch sich wandelnde Leitbilder. Das interdisziplinäre Seminar untersucht Merkmale der entstehenden hagiographischen Literatur bis zum 10. Jahrhundert und richtet seinen Fokus darüber hinaus auf die facettenreiche Praxis der Verehrung, die von privater Frömmigkeit über ein liturgisches Gedächtnis und Bautätigkeiten bis hin zu einem schwunghaften Reliquienhandel reicht, sowie auf die wechselnden kulturellen und politischen Voraussetzungen, Kontexte und Funktionen von Heiligenverehrung und Hagiographie.

Empfohlene Literatur:

Zur Einführung eignen sich:

Angenendt, Arnold: Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, Hamburg ²2007 Blennemann, Gordon/ Herbers, Klaus (Hg.): Vom Blutzeugen zum Glaubenszeugen? Formen und Vorstellungen des christlichen Martyriums im Wandel (Beiträge zur Hagiographie 14), Stuttgart 2014. Gemeinhardt, Peter: Die Kirche und ihre Heiligen. Studien zu Ekklesiologie und Hagiographie in der Spätantike (Studien und Texte zu Antike und Christentum 90), Tübingen 2014. 

 

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gruppe A)

(Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.)

(2-stündig) 

Beginn: Mi, 19. April 2017, 8.15-9.45, R 01-421 

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 1 (B.Ed.): Einführungs- und Grundlagenmodul

Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht

Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht

Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben. Dies alles geschieht anhand eines alle Seminarsitzungen übergreifenden Oberthemas.

Hinweis:

In der "Gruppe A" liegt der Schwerpunkt des Proseminares auf dem Fach Alte Kirchengeschichte & Patrologie, in der "Gruppe B" auf dem Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte.

 

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches: Erstes Treffen zur Koordination und Absprache der Termine:

Dienstag, 18. April 2017, 11 Uhr, R 01-549

Inhalt: Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen. Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

 

Übung

Augustinus, Confessiones

(Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.)

(1-stündig) 

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Erstes Treffen: Di, 18. April 2016, 14.00 Uhr, Raum 01-534

Inhalt:

In den ersten neun Büchern seiner „Bekenntnisse“ (um 400) zeichnet Aurelius Augustinus (354-430), einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer, seinen Lebensweg und seinen Weg zum Christentum nach. Augustins Confessiones gehören zu den meistgelesenen Werken der Weltliteratur. Weit davon entfernt, eine bloße Autobiographie im heutigen Sinne zu sein, sind die Confessiones zugleich ein christlicher Protreptikos: eine Aufmunterung an den Leser, sich ebenfalls dem christlichen Glauben zuzuwenden. Im Zentrum der Confessiones steht die Frage nach dem Glück des Menschen und dem Weg zur Erlangung dieses Glücks. In der Übung sollen ausgewählte Passagen der Confessiones gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Dabei sind die TeilnehmerInnen herzlich eingeladen (jedoch keinesfalls gezwungen), auch eigene Wünsche bezüglich der Textausschnitte einzubringen. Bei Interesse können auch gerne exkursweise Ausschnitte aus anderen Werken Augustins gelesen werden. Falls gewünscht, kann die Übung auch im 14-tägigen Abstand als Doppelstunde stattfinden. Andere Modelle sind ebenfalls denkbar. Das besprechen wir dann beim ersten Treffen (s.o.). Wenn Sie an diesem nicht teilnehmen können, aber Interesse an der Übung haben, schreiben Sie mir bitte eine Mail (kpultar@uni-mainz.de).

Empfohlene Literatur:

Brachtendorf, Johannes, Augustins „Confessiones“, Darmstadt 2005.

Zur Textgrundlage:

Die Texte werden in einer zweisprachigen Ausgabe gelesen. Hierfür werden die entsprechenden Ausschnitte den TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.

Für die Anschaffung einer eigenen Ausgabe der Confessiones ist sicher die (zweisprachige) Reclam-Ausgabe am praktikabelsten:

Augustinus, Confessiones / Bekenntnisse (lateinisch-deutsch), übersetzt von Kurt Flasch / Burkhard Mojsisch, Stuttgart 2009.

Zusätzliche Informationen:

Latein-Kenntnisse sind von Vorteil, jedoch keine Teilnahmevoraussetzung.

Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

 

 

 

WiSe 2016/17

 

Vorlesung

Das Christentum in der Antike

(Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Do, 27. Okt. 2016, 12:15-13.45, (HS 15)  

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 7 (B.Ed.): Wege und Entwürfe biblischen und christlichen Lebens und Denkens
Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:

Die Vorlesung richtet sich als einführende Überblicksveranstaltung vor allem an Studienanfänger und Studienanfängerinnen. Vorgestellt werden zentrale Themen der frühen Kirchen- und Theologiegeschichte wie Mission und Ausbreitung des Urchristentums, Christen in römischem Staat und paganer Gesellschaft, Entwicklung gemeindlicher und kirchlicher Strukturen sowie die erste Klärung theologischer Fragen.

Empfohlene Literatur:

Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben. Als allgemeine Einführung eignen sich: Franz Dünzl, Fremd in dieser Welt? Das frühe Christentum zwischen Weltdistanz und Weltverantwortung, Freiburg u.a. 2015; Franz Xaver Bischof u.a., Einführung in die Geschichte des Christentums, Freiburg u.a. 2012 (Nachdruck: 2014); Bernd Moeller (Hg.), Ökumenische Kirchengeschichte 1: Von den Anfängen bis zum Mittelalter, Darmstadt 2006. 

Vorlesung

Sozial- und Alltagsgeschichte des frühen Christentums

(Prof. Heike Grieser)

(3-stündig bzw. 2-stündig)

Beginn: Mi, 26. Okt. 2016, 12:15-13.45 (HS 16) 

             Mo, 31. Okt. 2016, 12:15-13.00 (HS 16)  

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 20 (M.Ed.): Nicht-künstlerisches Beifach I
Modul 9 (Mag.Theol.): Wege christlichen Denkens und Lebens
Modul B5a (Beifach Theologie): Vertiefung und Reflexion einer theologischen Fragestellung

Die Vorlesung ist so konzipiert, dass sie als zweistündige Veranstaltung (für den Studiengang Magister Theologiae) und als dreistündige Veranstaltung (für den Studiengang Lehramtsbezogenen Master) belegt werden kann. Der Montagtermin ist nur für diejenigen verbindlich, die drei SWS nachweisen müssen.

Inhalt:

Die frühen christlichen Quellen vermitteln ein facettenreiches Bild vom Alltagsleben der Christen und seinen konkreten Herausforderungen. Dies soll exemplarisch und mit Hilfe der Lektüre einschlägiger Texte veranschaulicht werden. So ist die These vom Christentum als Unterschichtenreligion kritisch zu hinterfragen und die Zusammensetzung der ersten Gemeinden zu beleuchten. Wie stellten sich Christen theoretisch und praktisch zu Armut, Not und Krankheit? Welche Rolle spielten Frauen in den christlichen Gemeinden und wie positionierte man sich z.B. gegenüber der Institution der Sklaverei? Wie lebte man in einem pagan geprägten Umfeld, das mitunter Anpassung, aber auch Distanzierung erforderlich machte?

Empfohlene Literatur:

Als einführende Literatur ist geeignet: Richard Horsley (Hg.), Die ersten Christen (= Sozialgeschichte des Christentums 1), Gütersloh 2007; Virginia Burrus (Hg.), Late ancient Christianity (= A people’s history of Christianity 2), Minneapolis 2005. 

Vorlesung

Die Konzilien in der Spätantike

(Prof. Heike Grieser)

(1-stündig)

Beginn: Di, 25. Okt. 2016, 11:15-12:00, R 01 546 

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Modul 8 (Mag.Theol.): Jesus Christus und die Gottesherrschaft

Die Vorlesung beruht wesentlich auf der Lektüre einschlägiger Quellen, die jeweils zur Verfügung gestellt werden und vorbereitend zu lesen sind.

Inhalt:
Das frühchristliche Synodenwesen beginnt in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts; erste Themen stellen die Klärung eines verbindlichen Osterfesttermins und der Umgang mit dem Montanismus dar. Spätere Synoden spiegeln mit ihren Debatten weiterhin die dringlichen Fragen der christlichen Gemeinden und ihrer Bischöfe wider. Das Konzil von Nizäa (325) eröffnet schließlich die Reihe der heute insgesamt 21 Ökumenischen Konzilien. Dabei schaffen die ersten vier Konzilien, die sich insbesondere mit trinitarischen und christologischen Fragen befassen, zentrale Fundamente der christlichen Theologie. Die Vorlesung zeichnet wichtige Etappen dieser Prozesse nach.

Empfohlene Literatur:
Als allgemeine Einführung eignen sich: Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien - Brennpunkte der Kirchengeschichte, Paderborn u.a. ²2008; Giuseppe Alberigo (Hg.), Geschichte der Konzilien. Vom Nicaenum bis zum Vaticanum II, Düsseldorf 1993.

Seminar

Die frühen Christen und der Krieg

(Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Mo, 24. Okt. 2016, 14:15-15:45, R 01 624

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 15a; 23a; 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul B5b (Beifach Theologie): Vertiefung und Reflexion einer theologischen Fragestellung
Modul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung AKG und MNKG

Inhalt:
Als Bürger des Römischen Reiches waren die frühen Christen in vielfältiger Weise mit Kriegen und deren Folgen konfrontiert. Zu fragen ist nicht nur nach der Entwicklung verschiedener theoretischer Positionen, die von der Aufforderung über Gewaltlosigkeit bis hin zum Konzept eines gerechten Krieges reichten, sondern auch nach den damit verbundenen (biblischen) Begründungs- und Legitimationsstrategien. Ein besonderes Augenmerk soll in diesem Kontext auf die Verehrung von Soldatenheiligen und die anfängliche Ausbildung einer „Christianisierung des Krieges“ gerichtet werden. Daneben sind aber auch verschiedene konkrete Aspekte zu beachten, etwa die Haltung zum Soldatenberuf oder der Umgang mit den Kriegsfolgen (z.B. Gefangenschaft und Loskauf).

Empfohlene Literatur:
Als einführende Literatur ist geeignet: Andreas Holzem (Hg.), Krieg und Christentum. Religiöse Gewalttheorien in der Kriegserfahrung des Westens (Krieg in der Geschichte 50), Paderborn u.a. 2009; Arnold Angenendt, Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, Münster 2009; Karl Leo Noethlichs, Art. Krieg = RAC 22 (2008) 2/75. 

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gruppe A)

(Katharina Pultar)

(2-stündig)

Beginn: Fr, 28. Okt 2016, 08:15-09:45, R 01 624

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 1 (B.Ed.): Einführungs- und Grundlagenmodul
Modul 2 (Mag.Theol.): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Modul B2 (Beifach Theologie): Einführung in die Theologie aus historischer Sicht
Wahlpflichtmodul Variante G (Kunstgeschichte): Kirchengeschichte für Kunsthistoriker/-innen

Inhalt:
Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Hinweis:
Der Schwerpunkt in der Teilgruppe A liegt dabei auf der Alten Kirchengeschichte und Patrologie,
der Schwerpunkt der Teilgruppen B und C auf Mittlerer und Neuerer Kirchengeschichte.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Erster Termin: 24. Oktober 2016, 11.00 Uhr, R 01-549

Inhalt:
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.
Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

 

SoSe 2016

 

Vorlesung

Griechische und lateinische Kirchenväter

(Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Do, 21. Apr. 2016, 16:15-17:45, (HS 10) neu R 01-549

Inhalt:
Aus den überlieferten frühchristlichen Quellen ragen die Kirchenväter bis heute in besonderer Weise hervor, insofern der consensus patrum, das einmütige Zeugnis jener Väter, für die katholische Theologie seit der Spätantike eine zentrale Rolle spielt. In der Vorlesung sollen beispielhaft wichtige frühchristliche Autoren vorgestellt und ihr Beitrag zur Lösung verschiedener theologischer Fragen ermittelt werden. Dabei ist nicht nur auf das zeitgenössische Umfeld zu achten, sondern auch auf deren Bildung, Methoden und ggf. pastorale Interessen. Dafür bietet sich auch die Lektüre einschlägiger Quellentexte an.

Empfohlene Literatur:
Literatur wird jeweils gesondert bekannt gegeben.

Seminar

Mission und Christianisierung

(Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: (Di, 19. Apr. 2016, 16:15-17:45, R 01 421) Wird aus organisatorischen Gründen als Blockveranstaltung angeboten. Bitte setzen Sie sich mit dem Sekretariat in Verbindung. 

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Bitte beachten Sie bei Ihren Planungen, dass der Abgabetermin für die anzufertigende Hausarbeit spätestens der 30. September 2016 ist.

Inhalt:
Das Seminar zeichnet die überraschend zügige Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich nach und fragt nach den Gründen dieses Erfolgs. Im Fokus stehen neben den handelnden Personen und ihren unterschiedlichen „Missionsmethoden“ die offenkundige Attraktivität der christlichen Lehre und des konkreten Gemeindelebens. Weil sich der christliche Glaube in ländlichen Gebieten verhältnismäßig spät etablierte, sind vor allem dort viele synkretistische Phänomene zu konstatieren. Deshalb sind auch Fragen nach dem Umgang mit paganen Heiligtümern und nach der Schaffung einer christlichen Sakraltopographie in besonderer Weise relevant.

Empfohlene Literatur:
Reinbold, Wolfgang, Propaganda und Mission im ältesten Christentum. Eine Untersuchung zu den Modalitäten der Ausbreitung der frühen Kirche (Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments 188), Göttingen 2000.
Stiegemann, Christoph u.a. (Hgg.), Credo. Christianisierung Europas im Mittelalter 1, Paderborn 2013.

Zusätzliche Information:
Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung / kirchliche Abschlussprüfung.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie (Gruppe A)

(Katharina Pultar)

(2-stündig)

Beginn: Mi, 20. Apr. 2016, 08:15-09:45, R 01 421

Inhalt:
Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und –interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben. Dies alles geschieht anhand eines alle Seminarsitzungen übergreifenden Oberthemas.

Hinweis:
In der "Gruppe A" liegt der Schwerpunkt des Proseminares auf dem Fach Alte Kirchengeschichte & Patrologie, in der "Gruppe B" auf dem Fach Mittlere und Neuere Kirchengeschichte.

Übung

Anfänge des Christentums in Deutschland

(Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Zeit und Ort: n.V.
Erstes Treffen zur Absprache der Termine: Mo, 18.04.2016, 11.00 Uhr, R 01-549.

Inhalt:
In der Regel deutete man die Bemerkung des Irenäus von Lyon über „Kirchen in Germanien“ als Hinweis auf die gesicherte Existenz christlicher Gemeinden auf dem Boden des heutigen Deutschlands etwa am Ende des 2. Jahrhunderts. Doch ist nicht nur diese Interpretation in der letzten Zeit kontrovers diskutiert worden, sondern vor allem auch weitere, scheinbar gesicherte Erkenntnisse zu den frühen christlichen Gemeinden insbesondere am Rhein (Mainz, Köln, Bonn, Xanten). Die erhaltenen literarischen und archäologischen Quellen konfrontieren die Forschung mit verschiedenen Problemen, die in der Übung entdeckt und diskutiert werden sollen. Eine Ausnahme stellt lediglich die Situation in Trier dar, das durch seine herausragende Bedeutung in der Antike reiches Quellenmaterial zu einer gut bezeugten, bischöflich verfassten christlichen Gemeinde schon vor dem Beginn des 4. Jahrhunderts bereithält.

Empfohlene Literatur:
Heinen, Heinz u.a. (Hgg.), Im Umbruch der Kulturen. Spätantike und Frühmittelalter, (Veröffentlichungen des Bistumsarchivs Trier 38: Geschichte des Bistums Trier 1) Trier 2003.
Ristow, Sebastian, Frühes Christentum im Rheinland. Die Zeugnisse der archäologischen und historischen Quellen an Rhein, Maas und Mosel, Münster 2007.

Zusätzliche Informationen:
Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

Übung

Augustinus, Confessiones

(Katharina Pultar)

(1-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Zeit und Ort: n.V.
Erstes Treffen zur Absprache der Termine: Mo, 18.04.2016, 12.00 Uhr, R 01-543.

Inhalt:
In den ersten neun Büchern seiner „Bekenntnisse“ (um 400) zeichnet Aurelius Augustinus (354-430), einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer, seinen Lebensweg und seinen Weg zum Christentum nach.
Augustins Confessiones gehören zu den meistgelesenen Werken der Weltliteratur. Weit davon entfernt, eine bloße Autobiographie im heutigen Sinne zu sein, sind die Confessiones zugleich ein christlicher Protreptikos: eine Aufmunterung an den Leser, sich ebenfalls dem christlichen Glauben zuzuwenden. Im Zentrum der Confessiones steht die Frage nach dem Glück des Menschen und dem Weg zur Erlangung dieses Glücks.

In der Übung sollen ausgewählte Passagen der Confessiones gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Dabei sind die TeilnehmerInnen herzlich eingeladen (jedoch keinesfalls gezwungen), auch eigene Wünsche bezüglich der Textausschnitte einzubringen. Bei Interesse können auch gerne exkursweise Ausschnitte aus anderen Werken Augustins gelesen werden.

Falls gewünscht, kann die Übung auch im 14-tägigen Abstand als Doppelstunde stattfinden. Andere Modelle sind ebenfalls denkbar. Das besprechen wir dann beim ersten Treffen (s.o.). Wenn Sie an diesem nicht teilnehmen können, aber Interesse an der Übung haben, schreiben Sie mir bitte eine Mail (kpultar@uni-mainz.de).

Empfohlene Literatur:

Zur Textgrundlage:

Die Texte werden in einer zweisprachigen Ausgabe gelesen. Hierfür werden die entsprechenden Aus-schnitte den TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.
Für die Anschaffung einer eigenen Ausgabe der Confessiones ist sicher die (zweisprachige) Reclam-Ausgabe am praktikabelsten:

Augustinus, Confessiones / Bekenntnisse (lateinisch-deutsch), übersetzt von Kurt Flasch / Burkhard Mojsisch, Stuttgart 2009.

Empfohlene Literatur:
Brachtendorf, Johannes, Augustins „Confessiones“, Darmstadt 2005.

Zusätzliche Informationen:
Latein-Kenntnisse sind von Vorteil, jedoch keine Teilnahmevoraussetzung.
Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung. 

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Zeit und Ort: n.V.
Erstes Treffen: zur Absprache der Termine: Mo, 18.04.2016, 10.00 Uhr, R 01-549. Bitte melden Sie sich auch dann an, wenn Sie nur an einem Teilangebot interessiert sind.

Inhalt:
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.
Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

Zusätzliche Information:
Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

 

WiSe 2015/16

 

Vorlesung

Anfänge der Theologiegeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(3-stündig)

Beginn: Mi, 21. Oktober 2015, 12:15-13:45, HS 7 / Mo, 26. Oktober 2015, 12:15-13.00, HS 7

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Die Vorlesung ist so konzipiert, dass sie als zweistündige Veranstaltung (für den Studiengang Magister Theologiae) und als dreistündige Veranstaltung (für den Studiengang Lehramtsbezogenen Master) gehört werden kann. Der Montagtermin ist nur für diejenigen verbindlich, die drei SWS nachweisen müssen.

Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/ Kirchliche Abschlussprüfung.

Inhalt:

Die christliche „Rede von Gott“ hat sich in vielfältigen Ausdrucksformen in einem langen Prozess entwickelt, wobei der Zeit der Alten Kirche durch ihre Nähe zum „Ursprung“ eine besondere Bedeutung zukommt. Die allmähliche christliche Identitätsfindung geschieht sowohl durch eigenständige Reflexion als auch durch die Auseinandersetzung mit dem nichtchristlichen Umfeld, insbesondere dem Judentum und der antiken Philosophie. In der Vorlesung sollen verschiedene zentrale Themenkomplexe behandelt werden, neben den genannten u.a. die Bedeutung von Schrift und Tradition, der Stellenwert von kirchlicher Praxis, unterschiedliche Kirchenmodelle und der Umgang mit Häresien.

Empfohlene Literatur:

Als einführende Literatur geeignet: Michael Fiedrowicz, Theologie der Kirchenväter. Grundlagen frühchristlicher Glaubensreflexion. Freiburg 2007; Christoph Markschies, Kaiserzeitliche christliche Theologie und ihre Institutionen. Prolegomena zu einer Geschichte der antiken christlichen Theologie. Tübingen 2007; Studienausgabe 2009.

Vorlesung

Das Christentum in der Antike

(PD Dr. Dr. Andreas Weckwerth)

(2-stündig)

Beginn: Do, 22. Oktober 2015, 12:15-13:45, HS 15 

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/ Kirchliche Abschlussprüfung.

Inhalt:

Die Vorlesung richtet sich als einführende Überblicksveranstaltung an alle Studienanfänger. Vorgestellt werden zentrale Themen der frühen Kirchen- und Theologiegeschichte wie Mission und Ausbreitung, Christen in römischem Staat und paganer Gesellschaft, Entwicklung gemeindlicher und kirchlicher Strukturen sowie die Klärung theologischer Fragen.

Empfohlene Literatur:

Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben. Als allgemeine Einführung eignen sich: Franz Xaver Bischof u.a., Einführung in die Geschichte des Christentums. Freiburg u.a. 2012; Bernd Moeller (Hg.), Ökumenische Kirchengeschichte 1: Von den Anfängen bis zum Mittelalter. Darmstadt 2006.

Vorlesung

Die Konzilien in der Spätantike

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(1-stündig)

Beginn: Di, 20. Oktober 2015, 11:15-12:00, R 01 546

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Die Vorlesung beruht wesentlich auf der Lektüre einschlägiger Quellen, die jeweils bekannt gegeben werden und vorbereitend zu lesen sind.

Inhalt:

Das frühchristliche Synodenwesen beginnt in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts; erste Themen stellen die Klärung eines verbindlichen Osterfesttermins und der Umgang mit dem Montanismus dar. Spätere Synoden spiegeln mit ihren Debatten weiterhin die dringlichen Fragen der christlichen Gemeinden und ihrer Bischöfe wider. Das Konzil von Nizäa (325) eröffnet schließlich die Reihe der heute insgesamt 21 Ökumenischen Konzilien. Dabei schufen die ersten vier Konzilien, die sich insbesondere mit trinitarischen und christologischen Fragen befassten, zentrale Fundamente unserer Theologie. Die Vorlesung zeichnet vor allem anhand des überlieferten Quellenmaterials wichtige Etappen dieser Prozesse nach.

Empfohlene Literatur:

Als allgemeine Einführung eignen sich: Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien - Brennpunkte der Kirchengeschichte. Paderborn u.a. ²2009; Giuseppe Alberigo (Hg.), Geschichte der Konzilien. Vom Nicaenum bis zum Vaticanum II. Düsseldorf 1993.

Vorlesung

Auf dem Weg zu heiligen Orten. Genese und Transformation des Pilgerns

(Prof. Dr. Heike Grieser / Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch )

(2-stündig)

Beginn: Do, 22. Oktober 2015, 16:15-17:45, N 6 

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Die Veranstaltung ist als Ringvorlesung konzipiert, zu der jeweils unterschiedliche Vortragende eingeladen sind. Das genaue Programm ist unter "Aktuelles" auf der Homepage der Alten Kirchengeschichte zu finden.

Inhalt:

Pilgerzentren hatten zu allen Zeiten eine enorme religiöse, politische, gesellschaftliche, aber auch wirtschaftliche Bedeutung. Die Pilgerreise zu einem heiligen Ort ermöglichte den Menschen ein unmittelbares Erfahren des Göttlichen und den persönlichen Kontakt mit dem „Heiligen“. Darüber hinaus diente sie auch der spirituellen Einkehr und dazu, transzendente Hilfe in der Bewältigung des Alltags zu finden. Während Pilgerreisen heute wieder in zunehmendem Maße populär werden, stellte das Pilgerwesen in Antike und Mittelalter sowohl im paganen als auch im jüdischen, christlichen oder muslimischen Kontext ein regelrechtes Massenphänomen dar. Hunderttausende machten sich zu häufig weit entfernten heiligen Orten auf und nahmen dafür zum Teil erhebliche Strapazen auf sich.
Im Rahmen der Ringvorlesung wird das Phänomen Pilgern aus interreligiöser Perspektive von der Klassischen Antike über das Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit durch Spezialisten anhand aussagekräftiger Fallbeispiele beleuchtet. Im Fokus stehen die Gründe für die Genese von Pilgerzentren, ihre Transformation unter sich verändernden religiösen Vorzeichen und die unterschiedlichen Beweggründe der Pilger, bestimmte heilige Orte aufzusuchen.

Seminar

Heilige Männer und heilige Frauen in der frühen Kirche

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Mo, 19. Oktober 2015, 14:15-15:45, R 01-624

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Bitte beachten Sie bei Ihren Planungen, dass der Abgabetermin für die anzufertigende Hausarbeit spätestens der 31. März 2016 ist.

Inhalt:

Märtyrer, später auch einzelne Bischöfe und Asketen wurden von den frühen Christen als ideale Leitbilder betrachtet, die sie im Kult, in der hagiographischen Literatur und in materiellen Zeugnissen unterschiedlicher Art als Beispiele einer gelungenen Jesusnachfolge präsentierten. Im Seminar soll nicht nur religionsgeschichtlich nach den Wurzeln dieser christlichen Heiligenverehrung gefragt, sondern auch die Vielfalt "heiliger" Lebensformen betrachtet werden. Schließlich kann die Analyse verschiedener Orte der Heiligenverehrung beispielhaft zeigen, wie sich die antike pagane in eine christliche Sakraltopographie zu verwandeln begann.

Empfohlene Literatur:

Als Einführung eignen sich: Theofried Baumeister/ Marc van Uytfanghe, Art. Heiligenverehrung I und II, in: RAC 14 (1988) 96/183; Peter Gemeinhardt, Die Kirche und ihre Heiligen. Studien zu Ekklesiologie und Hagiographie in der Spätantike (Studien und Texte zu Antike und Christentum 90). Tübingen 2014; Ders./ Katharina Heyden (Hgg.), Heilige, Heiliges und Heiligkeit in spätantiken Religionskulturen (Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten 61). Göttingen 2012.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie

(Katharina Pultar / Dr. Markus Müller)

(2-stündig)

Beginn: Di, 20. Oktober 2015, 16:15-17:45, HS 15

Inhalt:

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Übung

"Langweiler" oder Freunde Gottes? Hagiographische Literatur von Cyprian bis zur Legenda aurea

(Katharina Pultar)

(1-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Ort und Zeit n.V.

Erstes Treffen zur gemeinsamen Terminfindung: 
Di, 20. Oktober 2015, 12.00 Uhr
Raum: 01-534

Inhalt:

„Ich glaube an … die Gemeinschaft der Heiligen …“ – nur zu gut dürfte uns allen diese Stelle aus dem „kleinen“ Glaubensbekenntnis bekannt sein. Doch welche Faszination ging und geht von diesen ganz unterschiedlichen Menschen und ihrem (vorbildhaften?!) Verhalten aus, sodass ihnen in der Liturgie wie auch in der Volksfrömmigkeit nach wie vor eine so bedeutende Rolle zukommt?

In der Übung sollen ausgewählte hagiographische Texte kürzeren bis mittleren Umfangs gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Ganz unterschiedliche Gattungen – z. Bsp. packende Märtyrerakten, poetische Kunstwerke, prosaische Lebensbeschreibungen und „fabelhafte“ Heiligenlegenden – erlauben einen vielfältigen Einblick in diesen wichtigen Bereich der christlichen Literatur.

Wir beginnen mit verschiedenen Darstellungen des wirkmächtigen Cyprian von Karthago, einem nordafrikanischen Märtyrerbischof des 3. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt der Lektüre soll dann auf einem mittelalterlichen „Bestseller“, der Legenda aurea des genuanischen Erzbischofs Jacobus de Voragine (13. Jh.), liegen.

Die Studierenden sind herzlich eingeladen, die Auswahl der Texte nach eigenen Interessen (z. Bsp. Namenspatrone, pfarreibezogene oder regionale „Prominente“ etc.) mitzugestalten. Latein-Kenntnisse sind von Vorteil, jedoch keine Teilnahmevoraussetzung, da alle behandelten Texte auch in einer dt. Übersetzung greifbar sind

Empfohlene Literatur:

BAUMEISTER, Theofried, Der heilige Bischof. Überlegungen zur Vita Cypriani, in: E. A. Livingstone (Hg.), Studia patristica XVIII,3 (Kalamazoo – Leuven 1989), 275-282.

FELS, Wolfgang (Übers.), Prudentius. Das Gesamtwerk (Bibliothek der Mittellateinischen Literatur 9), Stuttgart 2011.

GRIESER, Heike, Die Legenda aurea des Jacobus de Voragine. Ein “Bestseller” des Mittelalters zwischen Unterhaltung und Belehrung, in: Libri pretiosi 13 (2010), 34-40.

NICKEL, Rainer (Hrsg./Übers.), Jacobus de Voragine. Legenda aurea (Lat./Dt.), Ditzingen 2005. [reclam-ausgabe]

PETRUCCIONE, John, Prudentius‘ Portrait of St. Cyprian. An Idealized Biography, in: Revue des Études Augustiniennes 36 (1990), 225-241.

SCHMIDT, Christiane, Der Liber Peristephanon des Prudentius als Kommentar authentischer Märtyrerberichte der lateinischen Tradition, (Diss.) Bochum 2003.
http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/SchmidtChristiane/diss.pdf

Zusätzliche Information:

Die Lektüreübung wird begleitet von Herrn Peter Schwalb, M.Ed. 

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Zeit und Ort n.V.

Erstes Treffen: Mo, 19. Oktober 2015, 10.00 Uhr, R 01-549

Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.

Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

Zusätzliche Information:

Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

 

SoSe 2015

 

Seminar

Die Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Di, 21. April 2015, 16:15-17:45, R 01-421

Eusebius von Caesarea verdient nicht zu Unrecht den Titel „Vater der Kirchengeschichtsschreibung“. Nach dem Ende der Christenverfolgung wurde er zum Bischof von Caesarea geweiht und bemühte sich neben der Konsolidierung der kirchlichen Angelegenheiten um ein besonderes Verhältnis zu Kaiser Konstantin und dessen Familie. Als gut ausgebildeter Wissenschaftler, dem u.a. die reichhaltig ausgestattete Bibliothek Caesareas zur Verfügung stand, verfasste er seit 290 über mehrere Jahrzehnte eine seiner wichtigsten Schriften, die Historia ecclesiastica. Dort entwarf er ein wirkmächtiges, heilsgeschichtliches Konzept von Kirchengeschichte von den Anfängen bis zu Kaiser Konstantin, das zugleich eine apologetische Funktion erfüllte. Im Seminar geht es nicht nur um die Analyse des wertvollen Quellenmaterials der Kirchengeschichte des Eusebius, sondern auch um die Rekonstruktion der verschiedenen Aspekte seines Geschichtsverständnisses.

Zusätzliche Information:

Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie

(Katharina Pultar; Dr. Markus Müller)

(2-stündig)

Beginn: Mi, 22. April 2015, 08:15-09:45, HS 7 

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und –interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Übung

Anfänge des Christentums in Deutschland

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Mo, 20. April 2015, 14:15-15:45, R 01-546

In der Regel deutete man die Bemerkung des Irenäus von Lyon über „Kirchen in Germanien“ als Hinweis auf die gesicherte Existenz christlicher Gemeinden auf dem Boden des heutigen Deutschlands etwa am Ende des 2. Jahrhunderts. Doch ist nicht nur diese Interpretation in der letzten Zeit kontrovers diskutiert worden, sondern vor allem auch weitere, scheinbar gesicherte Erkenntnisse zu den frühen christlichen Gemeinden insbesondere am Rhein (Mainz, Köln, Bonn, Xanten). Die erhaltenen literarischen und archäologischen Quellen konfrontieren die Forschung mit verschiedenen Problemen, die in der Übung entdeckt und diskutiert werden sollen. Eine Ausnahme stellt lediglich die Situation in Trier dar, das durch seine herausragende Bedeutung in der Antike reiches Quellenmaterial zu einer gut bezeugten, bischöflich verfassten christlichen Gemeinde schon vor dem Beginn des 4. Jahrhunderts bereithält.

Zusätzliche Information:

Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

Empfohlene Literatur:

Heinen, Heinz u.a. (Hgg.), Im Umbruch der Kulturen. Spätantike und Frühmittelalter, (Veröf-fentlichungen des Bistumsarchivs Trier 38: Geschichte des Bistums Trier 1) Trier 2003.
Ristow, Sebastian, Frühes Christentum im Rheinland. Die Zeugnisse der archäologischen und historischen Quellen an Rhein, Maas und Mosel, Münster 2007.

Übung

Augustines, Confessiones

(Katharina Pultar)

(2-stündig)

Zeit und Ort n.V.

Erstes Treffen: Mo, 20. April 2015, 09.15 Uhr, R 01-534

In den ersten neun Büchern seiner „Bekenntnisse“ (um 400) zeichnet Aurelius Augustinus (354-430), einer der vier großen lateinischen Kirchenlehrer, seinen Lebensweg und seinen Weg zum Christentum nach.

Augustins Confessiones gehören zu den meistgelesenen Werken der Weltliteratur. Weit davon entfernt, eine bloße Autobiographie im heutigen Sinne zu sein, sind die Confessiones zugleich ein christlicher Protreptikos: eine Aufmunterung an den Leser, sich ebenfalls dem christlichen Glauben zuzuwenden. Im Zentrum der Confessiones steht die Frage nach dem Glück des Menschen und dem Weg zur Erlangung dieses Glücks. In der Übung sollen ausgewählte Passagen der Confessiones gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Dabei sind die TeilnehmerInnen herzlich eingeladen (jedoch keinesfalls gezwungen), auch eigene Wünsche bezüglich der Textausschnitte einzubringen. Bei Interesse können auch gerne exkursweise Ausschnitte aus anderen Werken Augustins gelesen werden.

Zusätzliche Information:

Latein-Kenntnisse sind von Vorteil, jedoch keine Teilnahmevoraussetzung.

Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

Empfohlene Literatur:

Brachtendorf, Johannes, Augustins „Confessiones“, Darmstadt 2005.

Zur Textgrundlage:

Die Texte werden in einer zweisprachigen Ausgabe gelesen. Hierfür werden die entsprechenden Ausschnitte den TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.

Für die Anschaffung einer eigenen Ausgabe der Confessiones ist sicher die (zweisprachige) Reclam-Ausgabe am praktikabelsten:

Augustinus, Confessiones / Bekenntnisse (lateinisch-deutsch), übersetzt von Kurt Flasch / Burkhard Mojsisch, Stuttgart 2009.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Zeit und Ort n.V.

Erstes Treffen: Mo, 20. April 2015, 10 s.t. Uhr, R 01-549

Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.

Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

Zusätzliche Information:

Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/Kirchliche Abschlussprüfung.

 

WiSe 2014/15

 

Vorlesung

Die Konzilien in der Spätantike (Prof. Heike Grieser) 

(1-stündig)

Beginn: Di, 28. Okt. 2014, 11:15-12:00, R 01 546

Mit dem Konzil von Nizäa (325) beginnt die Reihe der heute insgesamt 21 Ökumenischen Konzilien. Dabei schufen die ersten vier Konzilien, die sich insbesondere mit trinitarischen und christologischen Fragen befassten, zentrale Fundamente unserer Theologie. Die Vorlesung stellt verschiedene dort debattierte theologische Konzepte vor und zeichnet wichtige Etappen der Entscheidungsfindung nach.

Empfohlene Literatur:

Als allgemeine Einführung eignet sich: Klaus Schatz, Allgemeine Konzilien – Brennpunkte der Kirchengeschichte. Paderborn u.a. ²2009; Giuseppe Alberigo (Hg.), Geschichte der Konzilien. Vom Nicaenum bis zum Vaticanum II. Düsseldorf 1993.

Vorlesung

Das Christentum in der Antike (Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Do, 30. Okt. 2014, 12:15-13:45, HS 15

Die Vorlesung richtet sich als einführende Überblicksveranstaltung an alle Studienanfänger. Vorgestellt werden zentrale Themen der frühen Kirchen- und Theologiegeschichte wie Mission und Ausbreitung, Christen in römischem Staat und paganer Gesellschaft, Entwicklung gemeindlicher und kirchlicher Strukturen sowie die Klärung theologischer Fragen.

Empfohlene Literatur:

Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben. Als allgemeine Einführung eignet sich: Franz Xaver Bischof u.a., Einführung in die Geschichte des Christentums. Freiburg u.a. 2012; Bernd Moeller (Hg.), Ökumenische Kirchengeschichte 1: Von den Anfängen bis zum Mittelalter. Darmstadt 2006. 

Vorlesung

Zwischen Ehe und Askese: Frühchristliche Lebensformen (Prof. Heike Grieser)

(3-stündig bzw. 2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Die Vorlesung ist so konzipiert, dass sie als zweistündige Veranstaltung (für den Studiengang Magister Theologiae) und als dreistündige Veranstaltung (für den Studiengang Lehramtsbezogenen Master) gehört werden kann. Der Dienstagtermin ist nur für diejenigen verbindlich, die drei SWS nachweisen müssen.

Beginn:  Di, 28. Okt. 2014, 16:15-17:00, HS 13  

              Mi, 29. Okt. 2014, 12:15-13:45, HS 7

                     Änderung: Die Vorlesung beginnt (erst) am Mittwoch, den 29. Oktober !! 

Die frühen Christen haben unter Berufung auf neutestamentliche Schriften von Anfang an unterschiedliche Lebensmodelle propagiert, deren Grundstrukturen sie ihrer Umwelt entnahmen. Dabei stellt die eheliche Verbindung sowohl im jüdischen als auch im paganen und christlichen Kontext die geläufige Lebensform dar, die trotz aller Wertschätzung zugleich auch kritisch beurteilt werden konnte. Dagegen erzielte die Entscheidung für eine asketische Lebensführung häufig höhere Aufmerksamkeit und Wertschätzung. In der Vorlesung werden weitere Themenkreise wie die Mischehe, Scheidung und Wiederverheiratung sowie das Syneisaktentum zu behandeln sein.

Empfohlene Literatur:

Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben. Als allgemeine Einführung eignet sich: Ernst Dassmann/ Georg Schöllgen, Art. Haus II (Hausgemeinschaft), in: RAC 13 (1986) 801/905; Georg Schöllgen, Art. Jungfräulichkeit, in: RAC 19 (2001) 523/92.

Seminar

Auf Jesu Spuren im Heiligen Land. Antike Pilgerberichte, frühes Mönchtum und das Neue Testament (Prof. Heike Grieser; Prof. Konrad Huber)

(2-stündig)

Beginn: Do, 30. Okt. 2014, 16:15-17:45, R 01 624

Die Absicht, den Spuren Jesu nicht nur in einem übertragenen, sondern in einem ganz realen und unmittelbaren Sinn zu folgen, steht auf je eigene Weise hinter den Anfängen christlicher Pilgerreisen ins Heilige Land und hinter den Zeugnissen des frühen Mönchtums in Palästina. Die Texte und Erzählungen des Neuen Testaments liefern dazu entscheidende Grundlagen und konkrete Orientierungshilfe.

Auf Basis der ältesten erhaltenen Pilgerberichte aus dem 4. bis 7. Jh. soll in Auswahl für bedeutsame Orte des Wirkens Jesu nach Überlieferungen zu topographischen Gegebenheiten und spezifischen Lokaltraditionen gefragt, der dafür beanspruchte neutestamentliche Textbezug erhoben, inhaltlich vertieft und erweitert und auf dem Hintergrund archäologisch aufweisbarer Gegebenheiten beleuchtet werden. Der Blick auf die Ursprünge und die Entwicklung des frühen Mönchtums im Heiligen Land rundet die Lehrveranstaltung ab.

Das Seminar kann je nach Themenwahl und inhaltlicher Schwerpunktsetzung entweder als exegetisch-bibeltheologisches oder als kirchenhistorisches Fachseminar angerechnet werden und dient auch zur Vorbereitung der Israelexkursion im März 2015.

 Empfohlene Literatur:

H. Donner, Pilgerfahrt ins Heilige Land. Die ältesten Berichte christlicher Palästinapilger (4.-7. Jahrhundert), Stuttgart 32011; H. R. Drobner, Die Palästina-Itinerarien der Alten Kirche als literarische, historische und archäologische Quellen, in: Aug. 38 (1998) 293-347. Weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung angegeben bzw. kann über BILDI (bildi.uibk.ac.at) abgerufen werden.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie (Katharina Pultar; Dr. Markus Müller)

(2-stündig)

Beginn: Di, 28. Okt. 2014, 16:15-17:45, HS 15 

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und –interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

 Exkursion

Studienreise nach Israel (Prof. Heike Grieser; Prof. Thomas Hieke; Prof. Konrad Huber)

Reisedaten: Dienstag 03. bis Freitag 13. März 2015 (11 Tage).

Zu näheren Informationen vgl.: http://www.at.kath.theologie.uni-mainz.de/400.php

 Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte (Prof. Heike Grieser)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Erstes Treffen zur Absprache der Termine: Mo, 27. Oktober 2014, 11 Uhr, R 01 - 549

Bitte melden Sie sich auch dann an, wenn Sie nur an einem Teilangebot interessiert sind.

Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.

Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

SoSe 2014

 

BLOCKVERANSTALTUNG

Theologie und Sklaverei (Prof. Dr. Heike Grieser / Prof. Dr. Nicole Priesching)
(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Erstes Treffen zur Absprache: Di, 22. April 2014, 10.30 Uhr, R 01-547

Die Veranstaltung wird zusammen mit Frau Prof. Dr. Nicole Priesching/ Paderborn im Rahmen des gemeinsamen gleichnamigen DFG-Projekts durchgeführt und beginnt am Abend des 3. Juli 2014 mit einem öffentlichen Vortrag. Die Seminarsitzungen finden am 4. und 5. Juli 2014 statt.

Inhalt:
Bis in das 19. Jahrhundert hinein rechtfertigten christliche Theologen mit Hilfe unterschiedlichster Argumentationen die Existenz von Sklaverei und leisteten auf diese Weise einen kaum zu unterschätzenden Beitrag zu ihrer Stabilisierung. Zugleich entwickelten sie unter Rekurs auf alttestamentliche Traditionen und jeweils zeitgenössische Reflexionen auch ein Menschenbild und damit verbundene Vorstellungen von Menschenrechten, die verschiedene Abolutionsbewegungen initiierten bzw. unterstützten. Im Seminar soll solchen wirkmächtigen Entwürfen exemplarisch nachgegangen werden, die von den frühen christlichen Autoren über Thomas von Aquin bis hin zu frühneuzeitlichen Denkern präsentiert wurden.

Zusätzliche Informationen:
Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/ Kirchliche Abschlussprüfung.

SEMINAR

Alltagsleben der frühen Christen (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Beginn: Di., 22.04.2014, 16.15 – 17:45, R 01-546

Inhalt:
Wie lebten die frühen Christen? Als tertium genus hominum zwischen Judentum und heidnisch-hellenistischer Kultur – so die pagane Wahrnehmung – entwickelten sie eine eigene Identität, die zugleich von Abgrenzung und Anpassung an ihre Umgebung geprägt war. Im Seminar soll es in erster Linie um praktische Fragen der Lebensführung gehen, z.B. Ehe, Familie und Kindererziehung, schulische Ausbildung und Berufstätigkeit, Zusammensetzung der Gemeinden und solidarische Unterstützung von Bedürftigen (Gemeindekasse), Verhalten in den Verfolgungen, Deutungen des Todes und Bestattung.

Zusätzliche Informationen:
Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/ Kirchliche Abschlussprüfung.

PROSEMINAR

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie
(Dr. theol. Markus Müller, Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Beginn: Mi., 23.04.2014, 8.15 – 9.45, HS 7

Inhalt:
Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte & Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte & Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

ÜBUNG

Christliche Theologie in der Antike (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Beginn: Mo, 28.04.2014, 14.15 – 15.45, R 01 546

Inhalt:
Die christliche “žRede von Gott”œ hat sich in vielfältigen Ausdrucksformen in einem langen Prozess entwickelt, wobei der Zeit der Alten Kirche durch ihre Nähe zum “žUrsprung”œ eine besondere Bedeutung zukommt. Wie hat man sich diese Entwicklung genauer vorzustellen? In der Übung soll einzelnen Themenfeldern mit Hilfe einschlägiger Quellentexte nachgegangen werden. Zu untersuchen sind je nach Interesse der Teilnehmenden z.B. die Bedeutung von Schrift und Tradition, die Lehrautorität verschiedener kirchlicher Ämter, die Rolle von Liturgie und Synoden/ ökumenischen Konzilien sowie schließlich der Umgang mit Häresien und Häretikern.

Zusätzliche Informationen:
Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/ Kirchliche Ab-schlussprüfung.

KOLLOQUIUM

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Erstes Treffen zur Absprache von Zeit und Ort: Di, 22. April 2014, 11.30 Uhr, R 01-547

Inhalt:
Das Kolloquium bietet allen Interessierten ein Forum, um sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.
Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in Form eines Repetitoriums die Themen der Vorlesungen für die Prüfungen zu vertiefen.

Zusätzliche Informationen:
Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung/ Kirchliche Abschlussprüfung.

ÜBUNG

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in der Alten Kirchengeschichte
(Nadine Breitbarth)
(2-stündig)

Beginn: Mo, 28.04.2014, 12.15 – 13.45, R 01 624

Inhalt:
Zielsetzung der Übung ist es, einen Überblick über die verschiedenen Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens in der Alten Kirchengeschichte zu geben. Neben dem gezielten Recherchieren von Quelleneditionen, Fachbüchern und Fachzeitschriften soll es dabei schwerpunktmäßig um formale wie inhaltliche Fragen beim Anfertigen einer schriftlichen Arbeit im Fach Alte Kirchengeschichte gehen. Anhand konkreter Beispiele soll u.a. der Umgang mit Zitaten, Quellennachweisen und Literaturangaben eingeübt werden. Darüber hinaus besteht bei Bedarf die Möglichkeit, bestimmte Einzelfragen im Zusammenhang mit einer geplanten Arbeit zu besprechen.

 

WiSe 2013/14

 

Vorlesung

Das Christentum in der Antike
(2-stündig)

Frau Prof. Grieser ist im Wintersemester für ein besonderes Forschungsvorhaben von der Lehre freigestellt. Die Vorlesung wird von Pater Dr. Stephan Kessler SJ übernommen.

Beginn: Do, 24. Oktober 2013, 12.15-13.45, HS 15

Die klassische Antike bildet den sozialen, politischen, religiös-kulturellen und nicht zuletzt auch intellektuellen Hintergrund, vor dem sich die christliche Botschaft ausbreitet. Dieser spezifische Kontext bestimmt in loyaler Anpassung an und in kritischer Absetzung von der paganen Antike die Entstehung einer christlichen Theologie und die institutionelle Ausgestaltung der Kirche. In den ersten sechs Jahrhunderten wurden viele der bis heute relevanten und geltenden Inhalte und Formen des Christentums grundgelegt: Der ntl. Kanon, die Glaubensbekenntnisse, die Ämterstruktur und die Grundgestalt des christlichen Gottesdienstes.

Anhand ausgewählter Schwerpunkte behandelt die Vorlesung diese Transformationsprozesse in der antiken Welt und analysiert Eckpunkte der altkirchlichen Entwicklung - angefangen von der apostolischen Missionspredigt über die theologische Lehrentwicklung bei den altkirchlichen Konzilien bis zur Ausgestaltung einer spätantiken Reichskirche. Die Vorlesung vermittelt kirchen- und theologiegeschichtliche Grundlagenkenntnisse und zeigt Chancen und Grenzen einer Inkulturation des Christlichen auf. Sie leistet einen Beitrag, das geschichtlich Bedingte der maßgeblichen Anfänge angemessener zu verstehen und einen verantwortlichen Transfer für die aktuellen Herausforderungen von Theologie und Kirche zu initiieren.

Einführende Literatur:
- Ernst Dassmann, Kirchengeschichte (Studienbücher der Theologie 10-11/2), Stuttgart 1991-99, ²2000.
- Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn ³2002.
- Lexikon der antiken christlichen Literatur, S. Döpp - W. Geerlings (Hg.), Freiburg ³2002.
- Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen und Institutionen, München 2006.
- Karen Piepenbrink, Antike und Christentum (Geschichte kompakt), Darmstadt 2007.
- Paul Veyne, Als unsere Welt christlich wurde, München 2008.

Zusätzliche Information:
Die Lehrveranstaltung gilt nicht als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung / Kirchliche Abschlussprüfung.

Vorlesung

Augustin
(3-stündig)

Frau Prof. Grieser ist im Wintersemester für ein besonderes Forschungsvorhaben von der Lehre befreit. Herr Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Blümer wird die von ihm angebotene zweistündige Vorlesung zu Augustin für die Studierenden der Theologie öffnen. Diese Vorlesung findet ebenfalls mittwochs von 12.15 Uhr bis 13.45 Uhr im Philosophicum, P 5, statt.

Mit den Studierenden im Master of Education wird am Dienstag, den 22. Oktober 2013, eine Lösung zur Abdeckung der dritten Vorlesungsstunde vereinbart.

Beginn: Di, 22. Oktober 2013, 16.15-17.00, HS 7

Im Mittelpunkt der Vorlesung wird zunächst die geistige Entwicklung Augustins stehen, die anhand einer intensiven Auseinandersetzung mit den "žConfessiones"œ nachvollzogen werden soll. Besonderes Augenmerk wird dabei auf seinen schulischen Werdegang gelegt, anschließend seine Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift, den Manichäern und den paganen Philosophen skizziert, die dann in die Hinwendung zum Christentum mündet.
Nach einem kurzen Einblick in die sich anschließende literarische Tätigkeit Augustins wird ein besonderer Schwerpunkt auf der christlichen Nutzung antiken Gedankenguts liegen, dabei insbesondere der Umgang mit der antiken Philosophie und der Rhetorik untersucht. Dabei wird das zweite Hauptwerk des Autors, "žDe doctrina Christiana"œ, in erster Linie Gegenstand der Betrachtungen sein.
Die zu behandelnden lateinischen Texte werden den Studierenden jeweils in Kopie zur Verfügung gestellt. Da alle lateinischen Passagen übersetzt und erläutert werden, ist die Veranstaltung auch für Nichtlatinisten geeignet.
Weiterführende Literatur wird im Verlauf der Vorlesung angegeben werden.

Zusätzliche Information:
Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung / Kirchliche Abschlussprüfung.

Seminar

Die "Sündenfallerzählung" (Gen 3) in der Exegese früher christlicher Theologen
(2-stündig)

Frau Prof. Grieser ist im Wintersemester für ein besonderes Forschungsvorhaben von der Lehre befreit. Das Seminar wird von Frau Gabriele Spira übernommen.

Beginn: Do, 24. Oktober 2013, 16.15-17.45, R 01 546

Die sogenannte Sündenfallerzählung (Gen 3) repräsentiert einen der wichtigsten Texte des Alten Testamentes, weil durch eine entsprechende Auslegung maßgebliche theologische, dogmatische und ethisch-moralische Weichen gestellt worden sind, die auch heute noch nachwirken. An ausgewählten Beispielen früher christlicher Literatur von Theologen des griechischen Ostens und lateinischen Westens sollen unterschiedliche Deutungen inhaltlich und intentional untersucht werden. Auch werden an geeigneter Stelle frühjüdisch-rabbinische Auslegungen betrachtet sowie auch die Erträge moderner Bibelwissenschaft in den Blick genommen.

Einführende Literatur:
Hauke, Manfred, Heilsverlust in Adam. Stationen griechischer Erbsündenlehre: Irenäus - Origenes - Kappadozier (KKTS 58) Paderborn 1993.
Heither, Theresia/ REEMTS, Christiana, Biblische Gestalten bei den Kirchenvätern: Adam, Münster 2007.
Scheffczyk, Leo, Urstand, Fall und Erbsünde: Von der Schrift bis Augustinus, Handbuch der Dogmengeschichte 2, Fasz. 3a (1. Teil), Freiburg u.a. 1981.
Zusätzliche Information:
Die Lehrveranstaltung gilt als Prüfungsvoraussetzung für die Diplomprüfung / Kirchliche Abschlussprüfung.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie (Gabriele Spira)
(2-stündig)

Beginn: Di, 22. Oktober 2013, 16.15-17.45, HS 15

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte/ Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte/ Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

SoSe 2013

 

Vorlesung

Mission und Ausbreitung des frühen Christentums (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Beginn: Mi, 17. April 2013, 12.15-13.45, HS 15

Inhalt:
Die frühe Geschichte des Christentums und seine erfolgreiche Ausbreitung von Palästina bis zu den westlichen Grenzen des Römischen Reichs ist von einer Vielzahl spannender Auseinandersetzungen geprägt. Erfolgreiche Missionsbemühungen und die zunehmende Akzeptanz des neuen Glaubens erforderten nicht nur die theoretische und praktische Klärung des Verhältnisses zum Judentum, zur paganen Gesellschaft und zum römischen Staat, sondern auch zu den zeitgenössischen Religionen und philosophischen Lehren. Innerchristlich galt es zu entscheiden, wie die Gemeinden organisiert sein sollten; man diskutierte verschiedene Kirchen- und Gemeindekonzeptionen, propagierte oder verurteilte unterschiedliche Lebensformen und entschied schließlich in einem langen Prozess über die Verbindlichkeit der überlieferten Schriften. Die Vorlesung versucht, diesen Prozess der christlichen Identitätsbildung unter verschiedenen Aspekten nachzuzeichnen.

Empfohlene Literatur:
Graf, Friedrich Wilhelm/ Wiegandt, Klaus (Hgg.), Die Anfänge des Christentums. Frankfurt am Main 2009.
Zeller, Dieter (Hg.), Christentum 1. Von den Anfängen bis zur Konstantinischen Wende. (Die Religionen der Menschheit 28) Stuttgart u.a. 2002.

Lektürekurs

Quellenlektüre zur Vorlesung "Mission und Ausbreitung des frühen Christentums"
(Prof. Dr. Heike Grieser)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Erster Termin zur Absprache von Zeit und Ort: Mi, 17. April 2013, 12.15 Uhr, HS 15

Inhalt:
Den Verlauf der Vorlesung "žMission und Ausbreitung des frühen Christentums"œ begleitend und vertiefend werden zentrale Texte gelesen und interpretiert.

Seminar

Konstantin und die Konstantinische Wende (Prof. Dr. Filippo Carla/ Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Beginn: Di, 16. April 2013, 16.15-17.45, R 01-624

Bitte beachten: Das interdisziplinäre Seminar "Konstantin und die Konstantinische Wende" findet wegen der großen Teilnehmerzahl nicht in R 01-624, sondern in HS 10 statt.

Inhalt:
Die Zeit des Kaisers Konstantin (306-337), der als erster christlicher Kaiser gilt, wird in der Literatur seit jeher als ein Wendepunkt der Weltgeschichte charakterisiert: Nach Konstantin gab es nur noch einen bekennenden heidnischen Kaiser, während die Christianisierung des Reiches schnell voranschritt und die Gesellschaft in den folgenden Jahrhunderte prägte. Jenseits seines persönlichen Glaubens und der Religionspolitik gilt Konstantin als Erneuerer in der Verwaltung des Reiches und der Bürokratie, in der Organisation des Heeres sowie in der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Auch die Gründung Konstanti-nopels als neue Hauptstadt des Reiches war eine Entscheidung, die die Geschichte Europas im Mittelalter stark beeinflusste. Das interdisziplinäre Seminar will nicht nur die ambivalente Persönlichkeit dieses Kaisers behandeln und die Ereignisse seiner Epoche sowie seine Reformen im weiteren Kontext der spätrömischen Geschichte analysieren, sondern insbesondere auch nach der Rolle und dem Beitrag des Christentums fragen, das auch wegen der Unterstützung Konstantins am Ende des vierten Jahrhunderts zur Reichsreligion werden konnte.

Empfohlene Literatur:
Herrmann-Otto, Elisabeth, Konstantin der Große. (Gestalten der Antike) Darmstadt 2007.
Wallraff, Martin, Christus verus Sol. Sonnenverehrung und Christentum in der Spätantike. (JAC.E 32) Münster 2001.
Wienand, Johannes, Der Kaiser als Sieger. Metamorphosen triumphaler Herrschaft unter Constantin I. (Klio. Beihefte NF) Berlin 2012 (angekündigt).

Proseminar

Die Anfänge des Mönchtums (Gabriele Spira)
(2-stündig)

Beginn: Mo, 15. April 2013, 10.15-11.45, R 01-546

Inhalt:
Ziel des Proseminars ist es, die Methoden kirchengeschichtlicher Arbeitsweise kennen zu lernen und den Umgang mit den Quellen einzuüben. Daher wird unter der leitenden Fragestellung "Die Anfänge des Mönchtums" ein Themenspektrum erarbeitet, welches, ausgehend von vor- bzw. außerchristlicher Praxis asketischen Lebens, Frühformen monastischen Lebens zeigt und Entwicklungslinien des Mönchtums in den ersten Jahrhunderten aufweist.

Empfohlene Literatur:
Literatur wird in der Anfangssitzung bekanntgegeben.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die historische Theologie
(Dr. theol. Christoph Nebgen/Gabriele Spira)
(2-stündig)

Beginn: Mi, 17. April 2013, 8.15-9.45, HS 7

Inhalt:
Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte/ Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte/ Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Voraussetzungen/ Organisatorisches:
Erster Termin zur Absprache von Zeit und Ort: Mo, 15. April 2013, 11.30 Uhr, R 01-547

Inhalt:
Das Kolloquium bietet allen Interessierten ein Forum, um sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.
Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, im Form eines Repetitoriums die Themen der Vorlesungen für die Prüfungen zu vertiefen.

Übung

Frauen im frühen Christentum (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Erster Termin zur Absprache von Zeit und Ort: Mo, 15. April 2013, 11.00 Uhr, R 01-547

Inhalt:
Der differenzierte Blick auf den Status und die Rolle von Frauen in der antiken Kultur und Gesellschaft ist die grundlegende Voraussetzung für ein adäquates Verständnis der Situation früher Christinnen. Die Quellen sollen vor allem danach befragt werden, ob die Annahme des christlichen Glaubens die konkrete Situation von Frauen veränderte, wie sich ihr Alltags- und Familienleben gestalten konnte, welche alternativen Lebensformen sich auftaten und welche Aufgaben Frauen bei der Mission bzw. in den Gemeinden übernahmen. Die Analyse theologischer Reflexionen über das Verhältnis der Geschlechter runden das Bild ab.

Empfohlene Literatur:
Literatur wird jeweils sukzessive zu den einzelnen Themenbereichen bekannt gegeben.

 

WiSe 2012/13

Vorlesung

Theologiegeschichte des vierten Jahrhunderts (Dr. Christoph Klock)
(3-stündig)
(Prof. Grieser ist wegen ihres DFG-Projekts teilweise von der Lehre befreit.)

Beginn: Di, 23. Oktober 2012, 16.15-17.00, 01 105 HS 7

Das vierte Jahrhundert ist trotz aller Kontinuität eine Phase tief greifender Veränderungen im politischen, sozialen und religiösen Bereich. Die christliche Theologie begleitet und spiegelt diese Prozesse. Mit grundlegenden Herausforderungen konfrontiert, findet sie Antworten, die selbst unter gewandelten Rezeptionsbedingungen gültig bleiben. Die Vorlesung versucht, die theologische Entwicklung anhand der maßgeblichen Referenzsysteme (Philosophie, Literatur, Bildung, Sprache, religiöse Umwelt, Staat und Politik, innerkirchliche Strukturen und Kommunikationsmodelle) nachzuzeichnen. Dabei sollen auch stets die wichtigsten Theologen dieser Zeit selbst zu Wort kommen.

Einführende Literatur:
Karl Suso Frank: Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche. Paderborn u. a.: Schöningh, 3. Aufl. 2002; Michael Fiedrowicz: Theologie der Kirchenväter. Grundlagen frühchristlicher Glaubensreflexion. Freiburg-Basel-Wien: Herder, 2007.

Vorlesung

Das Christentum in der Antike (Dr. Stephan Kessler)
(2-stündig)
(Prof. Grieser ist wegen ihres DFG-Projekts teilweise von der Lehre befreit.)

Beginn: Do, 25. Oktober 2012, 12.15-13.45, 01 705 HS 15

Die klassische Antike bildet den sozialen, politischen, religiös-kulturellen und nicht zuletzt auch intellektuellen Hintergrund, vor dem sich die christliche Botschaft ausbreitet. Dieser spezifische Kontext bestimmt in loyaler Anpassung an und in kritischer Absetzung von der paganen Antike die Entstehung einer christlichen Theologie und die institutionelle Ausgestaltung der Kirche. In den ersten sechs Jahrhunderten wurden viele der bis heute relevanten und geltenden Inhalte und Formen des Christentums grundgelegt: Der ntl. Kanon, die Glaubensbekenntnisse, die Ämterstruktur und die Grundgestalt des christlichen Gottesdienstes. Anhand ausgewählter Schwerpunkte behandelt die Vorlesung diese Transformationsprozesse in der antiken Welt und analysiert Eckpunkte der altkirchlichen Entwicklung - angefangen von der apostolischen Missionspredigt über die theologische Lehrentwicklung bei den altkirchlichen Konzilien bis zur Ausgestaltung einer spätantiken Reichskirche. Die Vorlesung vermittelt kirchen- und theologiegeschichtliche Grundlagenkenntnisse und zeigt Chancen und Grenzen einer Inkulturation des Christlichen auf. Sie leistet einen Beitrag, das geschichtlich Bedingte der maßgeblichen Anfänge angemessener zu verstehen und einen verantwortlichen Transfer für die aktuellen Herausforderungen von Theologie und Kirche zu initiieren.

Einführende Literatur:
Ernst Dassmann, Kirchengeschichte (Studienbücher der Theologie 10-11/2), Stuttgart 1991-99, ²2000;
Karl Suso Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn ³2002; Lexikon der antiken christlichen Literatur, S. Döpp - W. Geerlings (Hg.), Freiburg ³2002; Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen und Institutionen, München 2006; Karen Piepenbrink, Antike und Christentum (Geschichte kompakt), Darmstadt 2007; Paul Veyne, Als unsere Welt christlich wurde, München 2008.

Seminar

Frühchristliche Gemeindeordnungen (Prof. Dr. Ansgar Franz/ Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Beginn: Do, 25. Oktober 2012, 14.15-15.45, R 01 624

Kaum eine Quellengattung vermittelt uns so plastische Eindrücke vom Alltag der entstehenden christlichen Gemeinden wie die relativ zahlreich erhaltenen Gemeindeordnungen der ersten fünf Jahrhunderte. Diese regelten nicht nur die Feier der Gottesdienste und andere Formen der Frömmigkeit, sondern beschäftigten sich auch mit den entstehenden Ämtern, thematisierten finanzielle Fragen, grenzten sich von einem als „häretisch“ identifizierten Umfeld ab oder suchten die Gemeindemitglieder entsprechend zu disziplinieren. Allmählich entwickelten sich zwischen den verschiedenen Gemeindeordnungen komplizierte literarische Abhängigkeitsbeziehungen, die u.a. dem Streben nach Vereinheitlichung geschuldet waren. Das interdisziplinäre Seminar will diesen Themenbereichen nachgehen und dabei auch nach den Motiven und dem Argumentationsgang der Verfasser sowie der konkreten Situation der Adressaten fragen.
Einführende Literatur:
Steimer, Bruno, Vertex Traditionis. Die Gattung der altkirchlichen Kirchenordnungen. (BZNW 63) Berlin 1992.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie
(Gabriele Spira/Dr. theol. Christoph Nebgen)
(2-stündig)

Beginn: Di, 23. Oktober 2012, 16.15-17.00, 01 705 HS 15

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte/ Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte/ Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Voraussetzungen/ Organisatorisches:
1. Treffen zur Terminfindung und Absprache am Mo, 22.10.2012, 11 Uhr s.t., R 01-549
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.
Zur besseren Planung melden Sie sich bitte auch dann an, wenn Sie nur an einem Teilangebot interessiert sind.

Übung

Ehe und Ehescheidung in der Alten Kirche (Prof. Dr. Heike Grieser)
(2-stündig)

Voraussetzungen/ Organisatorisches:
1. Treffen zur Terminfindung und Absprache am Mo, 22.10.2012, 11.30 Uhr, R 01-549

Die frühchristlichen Vorstellungen über Ehe und Ehescheidung sind in unterschiedlichem Umfang vom Judentum, der hellenistischen Kultur, den philosophischen Schulen und dem Römischen Recht beeinflusst worden. In diesem Spannungsfeld entwickelten sich die Anfänge einer christlichen „Ehelehre“, die zunächst Aspekte des konkreten Zusammenlebens der Partner und die Sanktionierung von Fehlverhalten, später auch die Form der Eheschließung thematisierten. In der Übung soll den verschiedenen Etappen dieses Prozesses anhand der Lektüre einschlägiger Quellentexte nachgegangen werden, wobei auch auf die entsprechenden theologischen Reflexionen zu achten ist.
Empfohlene Literatur: Vgl. neben den einschlägigen Lexikonartikeln z.B. Holzem, Andreas/ Weber, Ines (Hgg.), Ehe - Familie- Verwandtschaft. Vergesellschaftung in Religion und sozialer Lebenswelt. Paderborn u.a. 2008;
Munier, Charles, Ehe und Ehelosigkeit in der Alten Kirche (1.-3. Jahrhundert). (TC 6) Bern u.a. 1987.

Lehrveranstaltungen SoSe 2012

 

Vorlesung

Das Christentum in der Spätantike (Prof. Dr. Heike Grieser)

Beginn: Di, 17. Apr. 2012, 10:15 - 11:45, Raum 00 171 P4 Die Entscheidung Kaiser Konstantins, das Christentum nach einer Phase der Rechtsunsicherheit und der Verfolgungen nicht nur zu tolerieren, sondern sogar aktiv zu fördern, stellt eine wichtige Zäsur in der Geschichte der frühen Kirche dar. Die Vorlesung will die facettenreichen Aspekte dieses neuen Verhältnisses zwischen Kirche und Staat bis zu Kaiser Justinian skizzieren und dabei vor allem auch nach den rückwirkenden Konsequenzen auf die werdende Reichskirche fragen. Im Anschluss sollen wesentliche Etappen der Theologiegeschichte, insbesondere der Konziliengeschichte, vorgestellt werden. Den Abschluss bildet der Ausblick auf den "žbreiten Streifen des Übergangs"œ zum frühen Mittelalter mit den entstehenden germanischen Nachfolgestaaten, die das antike christliche Erbe zugleich bewahrten und für sich selbst zu nutzen verstanden.

Zu den einzelnen Themenkomplexen wird jeweils Spezialliteratur bekannt gegeben.

Seminar

Johannes Chrysostomus als Mönch und Bischof (Prof. Dr. Heike Grieser)

Beginn: Di, 17. Apr. 2012, 16:15 - 17:45, Raum 01 624

Als Bischof Johannes von Konstantinopel 407 bei Comana im Pontus im Exil verstarb, blickte er auf ein bewegtes Leben zurück. Nach einer hervorragenden Ausbildung hatte er sich in Antiochien zunächst einer Asketengruppe angeschlossen und einige Zeit als Eremit in der Nähe der Stadt gelebt. Nach seiner Rückkehr wirkte er in Antiochien als Diakon und angesehener Presbyter, der sich in Predigten und Traktaten auch intensiv mit der asketischen Lebensführung und dem christlichen Familienleben beschäftigte. Die Bestellung zum Bischof von Konstantinopel traf ihn unerwartet. Tatsächlich gestaltete sich seine dortige Tätigkeit zunehmend unglücklich und schwierig; nicht nur wegen seines Reformeifers überwarf er sich sowohl mit Angehörigen des kaiserlichen Hauses und der Aristokratie als auch mit Mönchen der Stadt und Teilen des Klerus.

Im Seminar sollen die vielfältigen Aspekte der Theologie und seelsorgerlichen Praxis des Johannes betrachtet werden, den seine Nachwelt mit dem Beinamen „Chrysostomus“ (Goldmund) geehrt hat.

Einführende Literatur:

Liebeschuetz, John H. W. G., Ambrose and John Chrysostom. Clerics between Desert and Empire. Oxford 2011; Tiersch, Claudia, Johannes Chrysostomus in Konstantinopel (398-404). Weltsicht und Wirken eines Bischofs in der Hauptstadt des Oströmischen Reiches. (STAC 6) Tübingen 2002.

Proseminar

Santo subito? Die Entstehung der Heiligenverehrung (Gabriele Spira)

Beginn: Mo, 16. Apr. 2012, 10:15 - 11:45, Raum 01 546

Als Johannes Paul II. im Jahr 2005 verstarb, forderten die auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen ein "žSanto subito!"œ- ein "žSofort heilig!"œ Die Aufnahme unter die Seligen und Heiligen unterliegt aber einem festgelegten Prozess und nicht spontanen Kundgebungen. Im vorliegenden Fall kam es am 1. Mai 2011 zur Seligsprechung dieses Papstes. Dabei hat die Verehrung von Seligen und Heiligen ihre Wurzeln in der Zeit der frühen Kirche, denen anhand entsprechender Quellentexte nachgegangen werden soll. Das Proseminar dient auch der allgemeinen Einführung in Inhalte, Methodik und Zielsetzung der Alten Kirchengeschichte. Ebenso werden grundlegende Fertigkeiten im Hinblick auf Quellenfindung und Quellenauslegung vermittelt.

Empfohlene Literatur:
Angenendt, Arnold, Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart, Hamburg 22007.
Baumeister, Theofried, Martyrium, Hagiographie und Heiligenverehrung im christlichen Altertum, Freiburg 2009.
Brown, Peter, Die Heiligenverehrung. Ihre Entstehung und Funktion in der lateinischen Christenheit, Leipzig 1991.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie (Dr. theol. Christoph Nebgen; Gabriele Spira)

Beginn: Mi, 18. Apr. 2012, 08:15 - 09:45, 01 105 HS 7

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte/ Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte/ Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Übung

Reflexionen der Christen über Sklaverei (Prof. Dr. Heike Grieser)

Beginn: Mo, 16. Apr. 2012, 16:15 - 17:45, Raum 01 546

Die frühen Christen akzeptierten in der Regel weitgehend kritiklos die Institution der Sklaverei. Allmählich entwickelten sie zugleich eigene Erklärungen, warum und wie die Sklaverei entstand. Dabei griffen sie nicht nur auf verschiedene philosophische Theorien und das geltende Römische Recht zurück, sondern legitimierten die Sklaverei zugleich auch mit einzelnen alttestamentlichen Texten. Dieser konsequenzenreichen Entwicklung, die bis in das 19. Jahrhundert hinein nachwirkte, soll in der Übung durch die Lektüre und Interpretation zentraler christlicher Quellentexte nachgegangen werden.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte des Altertums (Prof. Dr. Heike Grieser)

Voraussetzungen/ Organisatorisches:

1. Treffen zur Absprache am Mo, 16.04.2012, 11 Uhr s.t., R 01-549

Das Kolloquium bietet allen Interessierten ein Forum, um sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen. Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in Form eines Repetitoriums die Themen der Vorlesungen für die Prüfungen zu vertiefen.

WiSe 2011/12

Vorlesung

Das Christentum in der Antike (Grieser)

Do, 12.15-13.45, HS 15 (Beginn: Do, 27. Oktober 2011)

Die Vorlesung richtet sich als einführende Überblicksveranstaltung an Studienanfänger. Vorgestellt werden zentrale Themen der frühen Kirchen- und Theologiegeschichte wie Mission und Ausbreitung, Verhältnis der Christen zum Römischen Staat, Entwicklung gemeindlicher und kirchlicher Strukturen sowie die Klärung theologischer Fragen bis hin zur Formulierung der Glaubensbekenntnissse.

Einführende Literatur: Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben.

Vorlesung

Sozialgeschichte des frühen Christentums (Grieser)

Organisatorischer Hinweis:

Die einstündige Vorlesung am Dienstag wird als Doppelstunde an folgenden Terminen in der ersten Semesterhälfte angeboten:

15.11.2011; 22.11.2011; 29.11.2011; 06.12.2011; 13.12.2011; 10.01.2012

Di, 16.15-17.00, HS 7; Mi, 12.15-13.45, HS 13 (Beginn: Mi, 26. Oktober 2011)

Die frühen christlichen Quellen vermitteln ein facettenreiches Bild vom Alltagsleben der Christen und seinen konkreten Herausforderungen. Dies soll exemplarisch und mit Hilfe der Lektüre einschlägiger Texte beleuchtet werden. So ist nach der Zusammensetzung der ersten Gemeinden zu fragen, nach dem Umgang mit Armut/ Not und Reichtum, nach verschiedenen Haltungen zur Sklaverei, aber auch nach dem Leben in einem pagan geprägten Umfeld, das nicht nur die Distanzierung, sondern auch die Anpassung der Christen erforderlich machen konnte.

Voraussetzungen/ Organisatorisches

Wird die Vorlesung im Rahmen des Diplomstudiengangs als zweistündige Veranstaltung besucht, dann kann auf die der Quellenlektüre vorbehaltene dritte Wochenstunde ggf. verzichtet werden. Diesbezügliche organisatorische Details werden in der ersten Vorlesungsstunde geklärt.

Einführende Literatur: Literatur wird jeweils passend zu den Themenkomplexen bekannt gegeben.

Seminar

Frauen im frühen Mönchtum (Grieser)

Mo, 14.15-15.45, R 01 624 (Beginn: Mo, 24. Oktober 2011)

Die Anfänge des christlichen Mönchtums sind, wenngleich weniger deutlich dokumentiert, auch von Frauen geprägt. Ihre Hochschätzung der Askese schlägt sich in vielfältigen Formen nieder, die von einer besonderen Lebensführung innerhalb der Familie bis hin zur Gründung monastischer Gemeinschaften, zu wissenschaftlichen Tätigkeiten und zum einsamen Auszug in die Wüste reichen. Solche ungewöhnlichen Entscheidungen führen einerseits zu Bewunderung und Verehrung, provozieren andererseits aber auch Kritik und Reglementierungen. Im Seminar soll den verschiedenen Aspekten dieser vielgestaltigen antiken Emanzipationsbewegung nachgegangen werden.

Einführende Literatur: Kaffanke, Jakobus (Hg.), "ž...weil sie mehr liebte"œ. Frauen im frühen Mönchtum. Beuron 2002; Schulz, Günther/ Ziemer, Jürgen (Hg.), Mit Wüstenvätern und Wüstenmüttern im Gespräch. Zugänge zur Welt des frühen Mönchtums in Ägypten. Göttingen 2010.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie (Spira/Nebgen)

Di, 16.15-17.45, HS 15 (Beginn: Di, 25. Oktober 2011)

Zielsetzung des Proseminars ist es, den BA-Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte/ Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte/ Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte (Grieser)

Zeit und Ort nach Vereinbarung

Voraussetzungen/ Organisatorisches:

1. Treffen zur Absprache am Mo, 24.10.2011, 11 Uhr s.t., R 01-549
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.

Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

SoSe 2011

 

Vorlesung

Die Anfänge des Christentums (Grieser)

Beginn: Di, 19. April 2011, 10.15-11.45, HS 15

Die frühe Geschichte des Christentums ist von einer Vielzahl spannender Auseinandersetzungen geprägt, die jeweils ihren Beitrag zu einer notwendigen eigenen Identitätsbildung leisteten. Erfolgreiche Missionsbemühungen und die zunehmende Akzeptanz des neuen Glaubens erforderten nicht nur die Klärung des Verhältnisses zum Judentum und zum römischen Staat, sondern auch die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Philosophie. Daneben diskutierte man verschiedene Kirchen- und Gemeindekonzeptionen, propagierte oder verurteilte unterschiedliche Lebensformen und entschied schließlich in einem langen Prozess über die Verbindlichkeit der überlieferten Schriften.

Einführende Literatur:
Graf, Friedrich Wilhelm/ Wiegandt, Klaus (Hgg.), Die Anfänge des Christentums, Frankfurt am Main 2009.
Zeller, Dieter (Hg.), Christentum 1. Von den Anfängen bis zur Konstantinischen Wende, (Die Religionen der Menschheit 28), Stuttgart u.a. 2002.

Seminar

Der Körper des Menschen in der christlichen Tradition und Moral (Goertz/ Grieser)

Voraussetzungen/ Organisatorisches:
Teilnahmevoraussetzungen sind ein erfolgreich abgeschlossenes kirchengeschichtliches Pro¬seminar und/ oder eine bereits belegte Veranstaltung im Fach Moraltheologie. Es kann entweder ein kirchenhistorischer oder ein moraltheologischer Schein erworben werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wir bitten um rechtzeitige Anmeldung. Eine Bezuschussung der Veranstaltung wird von uns beantragt.
Das Seminar findet vom 17.-19.6.2011 als Blockveranstaltung in Bad Wimpfen statt.
Verpflichtende Vorbesprechungen:
Mi, 16. Februar 2011 (organisatorisch), 13.00, R 01-545
Mi, 27. April 2011 (inhaltlich), 10.00, R 01-545

Allerorten ist heute vom Körper die Rede, der zum Projekt unserer Selbstgestaltung gewor¬den ist, dessen Leistungen verbessert werden sollen, der medizinisch zu optimieren ist. Dieses Interesse am Menschen als körperliches Wesen ist allerdings nicht neu, sondern hat in der Geschichte des Christentums schon sehr unterschiedliche Facetten entwickelt, die es exemplarisch zu beleuchten gilt (etwa in den Bereichen Askese und Sexualität, Auferstehungsvorstellungen, Erbsündenlehre etc.). Solche Themenbereiche haben jeweils auf den konkreten Umgang mit dem menschlichen Körper Einfluss genommen, beispielsweise durch Enthaltsamkeitspraktiken, Formen des Körperkults oder auch Bestattungsriten. In der Gegenwart treten neue Aspekte hinzu, die aus veränderten kulturell-gesellschaftlichen Situationen oder aus neuen medizinischen Möglichkeiten erwachsen. Das Seminar wird sich dem Phänomen des Körpers also sowohl aus kirchenhistorischer als auch moraltheologischer Perspektive annähern.

Einführende Literatur:
Feichtinger, Barbara/ Seng, Helmut (Hgg.), Die Christen und der Körper. Aspekte der Körperlichkeit in der christlichen Literatur der Spätantike, (Beiträge zur Altertumskunde 184), München, Leipzig 2004.
Heimerl, Theresia, Das Wort gewordene Fleisch. Die Textualisierung des Körpers in Patristik, Gnosis und Manichäismus, Frankfurt am Main 2003.
Schroer, Markus (Hg.), Soziologie des Körpers, Frankfurt am Main 2005.
Villa, Paula-Irene (Hg.), schön normal. Manipulationen am Körper als Technologien des Selbst, Bielefeld 2008.

Proseminar

Die "Sündenfallerzählung" (Gen 3) in der frühen christlichen Literatur (Spira)

Beginn: Mo, 18. April, 10.15-11.45, R 01-546

Die sogenannte Sündenfallerzählung (Gen 3) gehört mit zu den wichtigsten Texten des AT, weil durch ihre Auslegung in der frühen Kirche maßgebliche theologische, dogmatische und ethisch-moralische Weichen gestellt worden sind, die auch heute noch nachwirken. An ausgewählten Beispielen der frühen christlichen Literatur sollen entsprechende Auslegungen inhaltlich und intentional untersucht werden. Das Proseminar dient auch der allgemeinen Einführung in Inhalte, Methodik und Zielsetzung der Alten Kirchengeschichte. Ebenso werden grundlegende Fertigkeiten im Hinblick auf Quellenfindung und Quellenauslegung vermittelt.

Empfohlene Literatur:
Markschies,Christoph, Arbeitsbuch Kirchengeschichte (UTB 1857), Tübingen 1995.
Döpp, Siegmar, Eva und die Schlange. Die Sündenfallschilderung des Epikers Avitus im Rahmen der bibelexegetischen Tradition, Speyer 2009.
Gertz, Jan Christian, Von Adam zu Enosch. Überlegungen zur Entstehungsgeschichte von Gen 2-4, in: Markus Witte (Hg.), Gott und Mensch im Dialog (FS Otto Kaiser zum 80. Geburtstag) (BZAW 345/I) Berlin, New York 2004, 215/236.
Levin, Christoph, Das verlorene Paradies (Genesis 2-3), in: Stefan Gehrig/Stefan Seiler (Hgg.), Gottes Wahrnehmungen (Helmut Utzschneider zum 60. Geburtstag) Stuttgart 2009, 85/101.
Schmid, Konrad/ Riedweg, Christoph (Hgg.), Beyond Eden. The Biblical Story of Paradise (Genesis 2-3) and Its Reception History (Forschungen zum Alten Testament, 2. Reihe, Bd. 34, edited by Bernd Janowski-Mark S. Smith-Hermann Spieckermann), Tübingen 2008.
Steck, Odil Hannes, Die Paradieserzählung. Eine Auslegung von Genesis 2, 4b - 3,24. (Biblische Studien 60) Neukirchen-Vluyn 1970.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie (Spira/Nebgen)

Beginn: Di, 19. April 2011, 16.15-17.45, HS 10

Zielsetzung des Proseminars ist es, den Studierenden der Theologie für die Fächer Alte Kirchengeschichte/ Patrologie und Mittlere und Neuere Kirchengeschichte/ Religiöse Volkskunde ein Überblickswissen über zentrale Ereignisse, Entwicklungen und Strukturen der Christentumsgeschichte zu vermitteln. Zugleich sollen grundlegende Fertigkeiten wie Quellenfindung und -interpretation sowie die Literaturrecherche eingeübt werden. Ebenso werden Einblicke in die historischen Hilfswissenschaften und in allgemeine methodische Vorgehensweisen gegeben.

Übung

Die Anfänge des Christentums in Deutschland (Grieser)

Beginn: Di, 19. April 2011, 16.15-17.45, R 01-545

In der Regel deutete man die Bemerkung des Irenäus von Lyon über "žKirchen in Germanien"œ als Hinweis auf die gesicherte Existenz christlicher Gemeinden auf dem Boden des heutigen Deutschlands etwa am Ende des 2. Jahrhunderts. Doch ist nicht nur diese Interpretation in der letzten Zeit kontrovers diskutiert worden, sondern vor allem auch weitere, scheinbar gesicherte Erkenntnisse zu den frühen christlichen Gemeinden insbesondere am Rhein (Mainz, Köln, Bonn, Xanten). Die erhaltenen literarischen und archäologischen Quellen konfrontieren die Forschung tatsächlich mit verschiedenen Problemen, die in der Übung entdeckt und diskutiert werden sollen. Eine Ausnahme stellt lediglich die Situation in Trier dar, das durch seine herausragende Bedeutung in der Antike reiches Quellenmaterial zu einer gut bezeugten, bischöflich verfassten christlichen Gemeinde schon vor dem Beginn des 4. Jahrhunderts bereithält.
Einführende Literatur:
Heinen, Heinz u.a. (Hgg.), Im Umbruch der Kulturen. Spätantike und Frühmittelalter, (Veröffentlichungen des Bistumsarchivs Trier 38: Geschichte des Bistums Trier 1) Trier 2003.
Ristow, Sebastian, Frühes Christentum im Rheinland. Die Zeugnisse der archäologischen und historischen Quellen an Rhein, Maas und Mosel, Münster 2007.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte (Grieser)

Voraussetzungen/ Organisatorisches:
Erstes Treffen: Mo, 18. April 2011, 11.00, R 01-547.
Zeit und Ort künftiger Treffen werden dann vereinbart. Auch die partielle Teilnahme am Kolloquium ist je nach Interessenslage möglich.
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Gelegenheit, sich mit verschiedenen aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.
Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nach Art eines Repetitoriums wichtige Prüfungsinhalte zu erarbeiten und zu vertiefen.

WiSe 2010/11

 

Vorlesung

Die Anfänge des Christentums - Patrologie

Lehrende/r: Prof. Dr. Heike Maria Grieser
Anzeige im Stundenplan: Antikes Christentum
Semesterwochenstunden: 2

Die christliche "žRede von Gott"œ hat sich in vielfältigen Ausdrucksformen in einem langen Prozess entwickelt, wobei der Zeit der Alten Kirche durch ihre Nähe zum "žUrsprung"œ eine besondere Bedeutung zukommt. Die allmähliche christliche Identitätsfindung geschieht sowohl durch eigenständige Reflexion als auch durch die Auseinandersetzung mit dem nichtchristlichen Umfeld. In der Vorlesung sollen verschiedene zentrale Themenkomplexe behandelt werden, u.a. die Bedeutung von Schrift und Tradition, der Stellenwert von antiker Philosophie und kirchlicher Praxis, unterschiedliche Kirchenmodelle, die Entstehung von Bekenntnisformeln oder der Umgang mit Häresien.
Als einführende Literatur geeignet: Fiedrowicz, Michael, Theologie der Kirchenväter. Grundlagen frühchristlicher Glaubensreflexion. Freiburg 2007; Markschies, Christoph, Kaiserzeitliche christliche Theologie und ihre Institutionen. Prolegomena zu einer Geschichte der antiken christlichen Theologie. Tübingen 2007; Studienausgabe 2009.

Seminar

Caritas in der Antike

Lehrende/r: Prof. Dr. Heike Maria Grieser
Anzeige im Stundenplan: Caritas
Semesterwochenstunden: 2

Das "žTun guter Werke"œ in der Tradition von Mt 25, 31-46 wird nicht nur in der Forschungsliteratur, sondern häufig auch von den antiken Quellen selbst als ein herausragendes Kennzeichen der frühen Christen und ihrer christlichen Gemeinden beschrieben. Das Seminar will dieser Thematik vor allem unter zwei Fragestellungen nachgehen: Wie gestaltete sich erstens konkret diese Fürsorge für Notleidende (Witwen, Waisen, Kranke, Hungernde), Fremde, Gefangene? Wer trug Verantwortung, wie wurde diese Unterstützung bewerkstelligt und finanziert und wie reflektiert? Zu achten ist zweitens auch darauf, welche Formen der Wohltätigkeit das pagane Umfeld praktizierte und wie es diese nicht nur philosophisch, sondern gelegentlich auch religiös zu legitimieren versuchte.
Als Unterrichtsformen sind Referate, Gruppen- und Textarbeit vorgesehen.

Proseminar

Epochen der Kirchengeschichte: Einführung in die Historische Theologie

Lehrende/r: Dr. theol. Christoph Nebgen; Gabriele Spira
Anzeige im Stundenplan: Epochen der KG
Semesterwochenstunden: 2

"žDas Christentum ist eine Historikerreligion. Andere religiöse Systeme gründeten ihren Glauben und ihre Riten auf Mythologien, die weitgehend außerhalb der menschlichen Zeit stehen; die heiligen Bücher der Christen dagegen sind Geschichtsbücher, und ihre Liturgien gedenken der Ereignisse des Erdenlebens eines Gottes sowie der Begebenheiten im Leben der Kirche und der Heiligen. Historisch ist das Christentum aber auch auf eine andere, vielleicht noch grundlegendere Art und Weise: Es stellt das Schicksal der Menschheit zwischen Sündenfall und Letztem Gericht als eine lange Abenteuerreise dar, die sich in jedem Einzelschicksal, in jeder individuellen "žPilgerfahrt"œ widerspiegelt; das große Drama von Sünde und Erlösung, um das jedes christliche Denken kreist, vollzieht sich in der Zeit und damit in der Geschichte"œ. (M. Bloch, Apologie der Geschichtswissenschaft). Das vorgestellte Seminar verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen die Grundlagen und Methoden des kirchenhistorischen Arbeitens eingübt und erlernt werden. Zum zweiten wird gemeinsam ein Überblickswissen über die Geschichte der katholischen Kirche von ihren Anfängen bis hin in unsere Zeit erarbeitet und vermittelt. Sitzung für Sitzung werden die einzelnen Epochen der Kirchengeschichte, maßgebliche Ereignisse und Akteure, Strukturen, Entwicklungen und Mentalitäten vorgestellt.

Übung

Ausgewählte Texte zum Verhältnis von Staat und Kirche

Lehrende/r: Prof. Dr. Heike Maria Grieser
Anzeige im Stundenplan: Texte
Semesterwochenstunden: 2

Ein Blick auf das spannungsreiche Verhältnis von Staat und Kirche von den neutestamentlichen Anfängen bis hin zu Kaiser Justinian (gest. 565) zeigt, das dieses zunächst von Distanz und Verfolgung, seit Kaiser Konstantin aber von einer zunehmenden Förderung und zugleich Inanspruchnahme von Christentum und Kirche geprägt war.
Christliche Autoren haben diese Entwicklung häufig reflektiert und sie dabei nicht nur für gut befunden, sondern durchaus auch kritisch kommentiert. Die Übung intendiert einen Überblick über entscheidende Stationen dieser wechselhaften Geschichte. Dabei sollen zentrale Texte gelesen und in ihren Kontext eingeordnet werden.

Einführende Literatur: Ritter, Adolf Martin, "žKirche und Staat"œ im Denken des frühen Christentums. Texte und Kommentare zum Thema Religion und Politik in der Antike. (Traditio Christiana 13) Bern u.a. 2005; Zippelius, Reinhold, Staat und Kirche. Eine Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart. (Beck'™sche Reihe 1209) München 1997.

Kolloquium

Aktuelle Fragen der Kirchengeschichte

Lehrende/r: Prof. Dr. Heike Maria Grieser
Anzeige im Stundenplan: Fragen der KG
Semesterwochenstunden: 2

Inhalt:
Das Kolloquium bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit verschiedenen aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen. Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, soll durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten. Bei Bedarf können zudem größere Prüfungsthemen erarbeitet und vertieft werden.