Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen SoSe 2022

Vorlesung

Interreligiöse Konflikte in der Spätantike

(Dr. Johanna Brankaer)

(1-stündig)

Beginn: Mo, 25. Apr. 2022, 16:15 17:00 Uhr, T5

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Die Vorlesung wird zum Teil in Präsenz und zum Teil digital angeboten. 

Inhalt:
Ab dem 4. Jh. wurde das Christentum zur dominanten Religion im Römischen Reich. Christliche Herrscher erließen zwar Gesetze, die heidnische Kulte einschränkten bzw. einstellten, doch gab es weiterhin ein Nebeneinander von Christentum und anderen Religionen. In der spätantiken Literatur erscheint dieses Nebeneinander durchaus in der Gestalt des Konfliktes. Die Vorlesung greift dies zunächst als theoretisches Problem auf: Inwiefern handelt es sich bei der rhetorischen Darstellung eines Konfliktes tatsächlich um einen realen Konflikt und inwiefern wurde dieser Konflikt durch religiöse Elemente geprägt? Anhand verschiedener Fallstudien wird die Problematik anschließend an ausgewählten Quellen und Themenfeldern überprüft. Es handelt sich dabei um die Berichte über die Zerstörungs des Marneions in Gaza, die Auseinandersetzung zwischen Ambrosius und Symmachus um den Victoria-Altar im römischen Senat, den Streit um den Serapis-Tempel in Alexandria, die Ermordung der heidnischen Philosophin Hypatia, die Zwangstaufe der Juden unter Kaiser Heraclius und schließlich die erste Begegnung mit dem Islam (7. Jh.).

Die Übung zur Vorlesung vertieft die angesprochenen Themen durch die Analyse und Diskussion einschlägiger Quellen.

Empfohlene Literatur:
Jitse H.F. Dijkstra/Christian R. Raschle (Hg.), Religious Violence in the Ancient World. From Classical Athens to Late Antiquity, Cambridge 2020; Johannes Hahn (Hg.), Spätantiker Staat und religiöser Konflikt. Imperiale und lokale Verwaltung und die Gewalt gegen Heiligtümer (Millennium-Studien 34), Berlin 2011; Wendy Mayer/Bronwen Neil (Hg.), Religious Conflict from Early Christianity to the Rise of Islam (Arbeiten zur Kirchengeschichte), Berlin 2013; Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher, München 2014.

 

Übung

Interreligiöse Konflikte in der Spätantike 

(Dr. Johanna Brankaer)

(1-stündig)

Beginn: Mo, 25. Apr. 2022, 17:15 18:00 Uhr, T5

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 17 (Mag.Theol.): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren Kirchengeschichte

Die Übung wird zum Teil in Präsenz und zum Teil digital angeboten.

Inhalt:
Ab dem 4. Jh. wurde das Christentum zur dominanten Religion im Römischen Reich. Christliche Herrscher erließen zwar Gesetze, die heidnische Kulte einschränkten bzw. einstellten, doch gab es weiterhin ein Nebeneinander von Christentum und anderen Religionen. In der spätantiken Literatur erscheint dieses Nebeneinander durchaus in der Gestalt des Konfliktes. Die Vorlesung greift dies zunächst als theoretisches Problem auf: Inwiefern handelt es sich bei der rhetorischen Darstellung eines Konfliktes tatsächlich um einen realen Konflikt und inwiefern wurde dieser Konflikt durch religiöse Elemente geprägt? Anhand verschiedener Fallstudien wird die Problematik anschließend an ausgewählten Quellen und Themenfeldern überprüft. Es handelt sich dabei um die Berichte über die Zerstörungs des Marneions in Gaza, die Auseinandersetzung zwischen Ambrosius und Symmachus um den Victoria-Altar im römischen Senat, den Streit um den Serapis-Tempel in Alexandria, die Ermordung der heidnischen Philosophin Hypatia, die Zwangstaufe der Juden unter Kaiser Heraclius und schließlich die erste Begegnung mit dem Islam (7. Jh.).

Die Übung zur Vorlesung vertieft die angesprochenen Themen durch die Analyse und Diskussion einschlägiger Quellen.

Empfohlene Literatur:
Jitse H.F. Dijkstra/Christian R. Raschle (Hg.), Religious Violence in the Ancient World. From Classical Athens to Late Antiquity, Cambridge 2020; Johannes Hahn (Hg.), Spätantiker Staat und religiöser Konflikt. Imperiale und lokale Verwaltung und die Gewalt gegen Heiligtümer (Millennium-Studien 34), Berlin 2011; Wendy Mayer/Bronwen Neil (Hg.), Religious Conflict from Early Christianity to the Rise of Islam (Arbeiten zur Kirchengeschichte), Berlin 2013; Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher, München 2014.

 

Seminar

Der Kaiser – ein Christ? Figuren und Konzepte in der Spätantike

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Beginn: Do, 21. Apr. 2022 10:15 11:45 Uhr, T6

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Modul 11 (M.Ed.): Vertiefung Exegese / Biblische Theologie und Kirchengeschichte
Modul 15a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23a (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul 23b (Mag.Theol.): Schwerpunktstudium / Berufsorientierung
Modul K8 (Kernfach Theologie): Profilmodul theologische Vertiefung
Modul K9 (Kernfach Theologie): Profilmodul theologische Spezialisierung
Wahlpflichtmodul B9 (Beifach Theologie): Vertiefung im Bereich der Alten und der Mittleren und Neueren

Begleitend zum Seminar wird eine Übung angeboten, die ausgehend von den Themenfeldern des Seminars zentrale Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens vertieft. Weitere Informationen erhalten Sie in der ersten Sitzung des Seminars.

Inhalt:
Spätestens seit der Taufe des römischen Kaisers Konstantin beschäftigte christliche Autoren  in verschiedenen Kontexten die Frage, wie die Herrschaft eines guten christlichen Kaisers aussehen und an welchen christlichen, aber auch bewährten paganen Idealen und Leitbildern sie orientiert sein solle. Darüber hinaus konzipierten sie positiv oder negativ beurteilte Herrscherfiguren, die sie in ein ebenfalls konstruiertes Umfeld weiterer Personen platzierten. Auf diese Weise schufen sie Raum für verschiedene Facetten der Rezeption einzelner Herrschergestalten, die nicht nur ihre eigene Zeit prägten, sondern mitunter über die Forschungsgeschichte bis in die Gegenwart wirkmächtig bleiben. Im Seminar soll den vielfältigen Aspekten dieser Themenstellung nachgegangen werden.

Empfohlene Literatur:
Forness, Philip Michael u.a. (Hgg.), The Good Christian Ruler in the First Millenium. Views from the Wider Mediterranean World in Conversation. Berlin / Boston 2021.
Grieser, Heike u.a. (Hgg.), Der Herrscher als Versager?! Vergleichende Perspektiven auf vormoderne Herrschaftsformen (Kraftprobe Herrschaft 1), Mainz 2019.
Körntgen, Ludger u.a. (Hgg.), Dominant, verführend, ewig schuld. Frauen im Umfeld des Herrschers (Kraftprobe Herrschaft 2), Mainz (im Druck).

Zusätzliche Informationen:
Die Bedingungen der aktiven Teilnahme werden mit Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.

 

Übung

(Lic. Theol. Manuel Krumbiegel)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Zeit und Ort: n.V.

Weitere Informationen zur begleitenden Übung erhalten Sie in der ersten Sitzung des Seminars "Der Kaiser - ein Christ? Figuren und Konzepte in der Spätantike" am 21. April 2022.

Inhalt:
Die Übung versteht sich als begleitende Veranstaltung zum Seminar "Der Kaiser - ein Christ? Figuren und Konzepte in der Spätantike". Ausgehend von den jeweiligen Themenfeldern des Seminars werden zentrale Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens wie die Formulierung einer historischen Fragestellung, die Literatur- und Quellenrecherche, die Vorbereitung auf ein mündliches Referat oder das Verfassen einer Seminararbeit gemeinsam vertieft.

Forschungskolloquium des GRK 2304

Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen

(Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch; Prof. Dr. Heike Grieser u.a.)

(1-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Das aktuelle Programm findet sich unter https://grk-byzanz-kriegskulturen.uni-mainz.de/aktuelles/.

Inhalt:
In dem 14täglichen Kolloquium werden aktuelle Forschungen aus dem Themenspektrum des Graduiertenkollegs 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen“ diskutiert. Die am GRK angestellten Doktorandinnen und Doktoranden stellen erste Ergebnisse ihrer Dissertationsprojekte vor, zusätzlich werden internationale Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler zu Vorträgen eingeladen.

 

Kolloquium

Aktuelle Fragen der frühen Kirchen- und Theologiegeschichte

(Prof. Dr. Heike Grieser)

(2-stündig)

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Die gemeinsame Festlegung passender Termine erfolgt am 19.4.2022 um 11.00 Uhr im Büro von Prof. Grieser, T 02-226.

Inhalt:
Die Veranstaltung bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen der Kirchen- und Theologiegeschichte des Altertums zu beschäftigen und sich über neue Forschungsansätze, Ausstellungen, Textfunde, Ausgrabungen etc. auszutauschen.
Wer die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit plant, kann durch die Vorstellung seines Projekts Anregungen und Hilfestellungen durch die Diskussion in einer größeren Gruppe erhalten.