Katholisch-Theologische Fakultät



Esther Dürolf

Wendel Cato Goris

Prof. Dr. Theofried Baumeister (†)

Prof. Dr. Dr. Andreas Weckwerth (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 

Prof. Dr. Dr. Johanna Brankaer

Nadine Breitbarth

Dr. Eleftherios Despotakis

Dr. Lic. theol. Manuel Krumbiegel M.Ed.

Dr. des. Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.

Sandra Schätzle, M.A.

Dr. Gabriele Spira

Dr. Kerstin Stürzekarn

Dr. Sonja Ulrich M.Ed.

Dr. Eduard Visintini M.A.

Wissenschaftliche Hilfskräfte:

Alexander Deick

David Haub

Laura Henke

Josephine Huber

Kerstin Humm

Ylfa Kerbeck, geb. Günther 

Kathrin Kiefer

Philipp König

Manuel Krumbiegel, geb. Hähnel

Johannes Ludwig

Philipp March

Jennifer Patti, geb. Morgalla

Katharina Reihl

Franziska Reiss

Melina Rohrbach

Miriam Rachel Salzmann

Sophie Schönmehl

Johannes Schulte

Peter Schwalb

Sebastian Stahlhofen

Sonja Ulrich

Isabel Wodatschek


Graduiertenkolleg 2304„Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“


Kriege, innere und äußere, prägen die Entwicklung von Gesellschaften in entscheidender Weise. Das Byzantinische Reich stand schon auf Grund seiner geographischen Lage im ständigen Austausch und Konflikt mit Nachbarn und Konkurrenten. Daraus ergaben sich ein breites Spektrum an kriegerischen Auseinandersetzungen mit der lateinischen, slavischen und islamischen Welt und als Konsequenz vielfältige Wechselbeziehungen zwischen den jeweiligen Kriegskulturen, worunter wir die sich auf den Krieg beziehenden Normen, Deutungen, Sinnzuschreibungen und Reflexionen ebenso wie die Formen und Praktiken des Krieges verstehen. Ziel dieses Graduiertenkollegs ist es, die euromediterranen Kriegskulturen und die Bedeutung von Byzanz für diese erstmals in transkultureller Perspektive zu untersuchen. Finanziell gefördert wird das GRK durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Die erste Förderperiode lief vom 01.10.2018 – 31.03.2023. Die im November 2022 bewilligte zweite Förderperiode begann am 01.04.2023 und umfasst erneut 4,5 Jahre.

Profilbereich der JGU: 40,000 Years of Human Challenges: Perception, Conceptualization and Coping in Premodern Societies


Herausforderungen können Ausgangspunkte von Entwicklung und Veränderung, Stagnation und Fortschritt wie auch von Erfolg und Misserfolg sein. Spätestens seit dem Erscheinen des modernen Menschen im westlichen Eurasien vor ca. 40.000 Jahren haben sowohl Einzelpersonen als auch Gemeinschaften Praktiken entwickelt, um unterschiedlichste Formen von Herausforderungen zu bewältigen. Für ein tieferes Verständnis gegenwärtiger wie auch zukünftiger Herausforderungen und möglicher Lösungsansätze bietet die diachrone und interkulturelle Untersuchung kurz- und langfristiger Entwicklungen aufschlussreiche Daten. Nur eine solche Langzeitperspektive ermöglicht es, Handlungsmuster, Kontinuität und Wandel sowie Schlüsselfaktoren bei der Wahrnehmung, Konzeptualisierung und Bewältigung von Herausforderungen zu erkennen. Aus diesem Grund widmet sich der interdisziplinäre Profilbereich drei zentralen Forschungsfragen:

Wie nehmen Menschen Herausforderungen wahr?
Wie beschreiben und konzeptualisieren sie diese Herausforderungen?
Welche Strategien und Praktiken werden zur Bewältigung der Herausforderungen entwickelt?

Im Profilbereich werden die Wahrnehmung (perception), Konzeptualisierung (conceptualisation) und Bewältigung (coping) als wesentliche, unterschiedliche, und doch miteinander verbundene Prozesse im Umgang von Individuen und Kollektiven mit Herausforderungen mit einem praxeologischen Ansatz untersucht. Dieser dient dazu kohärente Untersuchungseinheiten zu bilden, in denen historische, archäologische und textanalytische Methoden und Ansätze fruchtbar kombiniert und erforscht werden.

Kraftprobe Herrschaft. Monarchien im Spannungsfeld von Erfolg und Versagen


Fachvertreter archäologisch-philologisch und theologisch-historischer Bereiche der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben sich zusammengeschlossen, um die Bewertung des Erfolges und Versagens von Herrschern der Alten Welt in Gegenwart und Vergangenheit zu erforschen.

Häuptlinge, Fürsten, Könige und Kaiser längst vergangener Zeiten dienen häufig modernen Historikern zur Benennung ganzer Epochen der Menschheitsgeschichte. In der Retrospektive stehen diese Individuen scheinbar omnipräsent im Mittelpunkt gesellschaftlichen Wirkens. Je nach Quellenstand wird jedoch deutlich, dass Gradmesser des Erfolges sowohl in der Persönlichkeit des Herrschenden selbst als auch in dem Schaffen der ihm zur Verfügung stehenden Spezialisten (z.B. Schreiber, Gelehrte, Handwerker und die sog. Elite) zu suchen sind. Auch wenn in jeder der in der Arbeitsgemeinschaft „Kraftprobe Herrschaft“ vertretenen Disziplinen die Forschungsliteratur zum Thema König/Königtum schier unüberblickbar ist, bleibt es ein Desiderat, das bislang Erforschte und Geschriebene systematisch in Relation zu den Primärquellen, dem zeitgeschichtlichen Rahmen und der rezenten Forscherpersönlichkeit zu setzen.

Der Problematik, dass eine kritische Haltung gegenüber dem jeweils herrschenden Monarchen den zeitgenössischen Quellen kaum zu entnehmen ist, wird durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit erheblich entgegengewirkt. In Primärquellen treten nur selten Hinweise auf ein Versagen des Herrschers hervor. Gewöhnlich regiert ein starker und stets erfolgreicher König. Dennoch bieten bereits die antike und mittelalterliche Geschichtsschreibung (Chroniken, Annalen, hagiographische Texte etc.) Anhaltspunkte für einen berechtigten Zweifel an der einer Königsideologie unterliegenden schriftlichen und ikonographischen Darstellung der Potentaten, die in der Zusammenschau unterschiedlicher Wissenschaften erst konturiert erkennbar wird. Punktuelle Teleskopierungen auf Herrscher in der Zeit von 3000 v. Chr. bis in das 15. nachchristliche Jahrhundert, deren Machteinflüsse zwischen Persischem Golf und Kantabrischer See angesiedelt waren, dienen den induktiv angelegten Untersuchungen als Basis interdisziplinärer, häufig von Komplementierung bereicherter Vergleiche.

Leibniz-WissenschaftsCampus – Byzanz zwischen Orient und Okzident – Mainz/Frankfurt


Ziel des WissenschaftsCampus Mainz/Frankfurt ist es, eine breite Plattform für interdisziplinäre Byzanzforschung institutionell zu etablieren. Beteiligt sind neben der Byzantinistik und der Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte sämtliche Fächer, die zur Erforschung des Byzantinischen Reichs und seiner Kultur beitragen. Der WissenschaftsCampus Mainz/Frankfurt fördert die Integration der zersplitterten Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Byzanz befassen. Er ermöglicht themenorientierte, multidisziplinäre, historisch-kulturwissenschaftliche Forschung unter einem Dach und bewirkt durch einen gemeinsamen Auftritt der Byzanzforschung eine bessere Sichtbarkeit dieses Fachgebiets.


  1. "Was wurde eigentlich aus…?" Biblische Orte und ihre Wirkungsgeschichte
    Dozent:in: Dr. Dominic Bärsch; Laura Henke
  2. Aktuelle Fragen der frühen Kirchen- und Theologiegeschichte
    Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Heike Grieser
  3. Askese und entstehendes Mönchtum im frühen Christentum
    Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Heike Grieser
  4. Das Christentum in der Antike
    Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Heike Grieser
  5. Die Konzilien der Spätantike
    Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Heike Grieser
  6. Erstkontakt Theologie
    Dozent:in: Dr. Dominic Bärsch; Dr. theol. Maximilian Künster
  7. Forschungsseminar des GRK 2304 "Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen"
    Dozent:in: Univ.-Prof. Dr. Heike Grieser; Univ.-Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch

WiSe 2025/26

Die Lehrveranstaltungen vergangener Semester finden Sie hier.

Die „Zeitschrift für Kirchengeschichte“ (ZKG) bietet als konfessionsübergreifendes wissenschaftliches Fachorgan neben zusammenfassenden Darstellungen größerer Themenkomplexe auch Einzeluntersuchungen, Textpublikationen sowie literarische Berichte über wichtige kirchengeschichtliche Neuerscheinungen.

Aus besonderen Anlässen (Jubiläen, aktuelle Debatten und dergleichen) erscheinen, integriert in die einzelnen Jahrgänge, Themenhefte zu zentralen Arbeitsgebieten der gesamten Kirchengeschichte.

Die Herausgebenden, international anerkannte Gelehrte ihres Fachs, bürgen für Qualität und Ausgewogenheit der Beiträge der einzelnen kirchengeschichtlichen Epochen von der Alten Kirche bis zur neuesten Zeit.

Zur Online-Ausgabe beim Verlag Kohlhammer

Mitherausgeberin und Verantwortliche für den Rezensionsteil:

Prof. Dr. Heike Grieser

Mitarbeiterin

Dr. Isabelle Vowinkel

Um die Erträge der gemeinsamen Forschungen in die Diskussionen der beteiligten Disziplinen einzubringen und zugleich dem interdisziplinären Austausch ein Forum zu eröffnen, haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe eine Publikationsreihe gegründet,   die bei Mainz University Press verlegt wird. In der Reihe sollen unterschiedliche Sujets geboten werden, die sich um Figurationen des Herrschers zwischen Erfolg und Versagen gruppieren. Dem pulsierenden Feld der vergleichenden Herrscher- und Monarchieforschung wird damit eine in der aktuellen Forschungslandschaft nicht vertretene disziplinäre Zusammensetzung und thematische Fokussierung geboten.

Im Zentrum stehen die Identifikation und Beschreibung kulturspezifischer und kulturübergreifender Zuschreibungen, welche einen Herrscher entweder als „Versager“ oder als „erfolgreichen Herrscher“ figurieren. Diskutiert werden Fragen nach konkreten Konstellationen, in denen diese Attributionen auftauchen; weiterhin werden diejenigen Faktoren bestimmt, die zur Entstehung dieser Zuschreibungen beitrugen, sich eventuell wandelten oder auch umgewertet wurden. Hierbei ist nicht nur der historische Entstehungskontext, sondern auch die spätere Rezeption der Figurationen bis hin zur rezenten Forschungsgeschichte in den Blick genommen und kritisch zu hinterfragen.

Bände:

Die Reihe soll die Beiträge der in Mainz veranstalteten interdisziplinären Tagungen publizieren und darüber hinaus monographischen Arbeiten zum Leitthema offenstehen. Folgende Tagungsbände sind geplant und konzipiert:

KpH Bd. 1: Der Herrscher als Versager?! (2019)

Was macht einen Herrscher zum »Versager«? Diese Fragestellung ist in doppelter Hinsicht rückgebunden an Wahrnehmungen, Vorurteile und Urteilskategorien, die den Blick auf einzelne Herrscher als Versager vorprägen und in diesem Band kritisch reflektiert werden. Thematisiert werden nicht nur Überlieferungen, die einzelne Herrscher als Versager präsentieren, sondern auch wirkmächtige Forschungstraditionen, die oft allzu klar zwischen Herrschaftserfolg und Herrschaftsversagen unterscheiden und immer wieder der kritischen Reflexion, häufig auch der Revision bedürfen. Der Band beinhaltet die Beiträge der im Jahr 2017 in Mainz abgehaltenen Tagung.

» Hier gelangen Sie zum Inhaltsverzeichnis.

» Hier gelangen Sie zu den Rezensionen.

KpH Bd. 2: Dominant, verführend, ewig schuld – Frauen im Umfeld des Herrschers (2022)

In diesem Band werden unterschiedliche Aspekte auf die Rolle von Frauen aufgegriffen, die bei der Figuration des Herrschers von Bedeutung gewesen sind: Frauen in unmittelbarer Nähe des Herrschers, die quasi als Ko-Regentinnen bzw. Herrscherinnen an der Seite des Herrschers erscheinen, Frauen im näheren Umfeld eines (männlichen) Herrschers, und schließlich wird aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Fachdisziplinen die Wissenschaftsgeschichte zum Thema „Frauen im Kontext von Herrschaft“ evaluiert. Der Band wird die Beiträge der 2019 durchgeführten Tagung beinhalten.


Dipl.-Theol. Katharina Reihl

Hagiographie und Heiligenkult. Entstehung, Rezeption und Transfer zwischen Ost und West

WiSe 2025/26

Dr. Eduard Visintini M.A.

Slavery and the Systems of Unfreedom in the Church of Merovingian Francia (ca. 500 – 751)

SoSe 2024

Dr. Lic. theol. Manuel Krumbiegel M.Ed.

Die Bedeutung und Funktionen von Kampf- und Kriegsmetaphorik in den Schriften des Evagrius Ponticus

Dr. des. Dipl.-Theol. Katharina Pultar M.A.

Christsein im Angesicht der Krise. Deutungsmuster des ‚Untergangs‘ des Imperium Romanum bei Sulpicius Severus und Salvian von Marseille

Dr. Sonja Ulrich M.Ed.

Die ‚Kriegshistoriographie‘ des Orosius. ‚Krieg‘ als Argumentationsmotiv in einem spätantiken christlichen Geschichtswerk.

SoSe 2022

Prof. Dr. phil. Dr. theol. Johanna Brankaer

Die menschliche Weisheit in der Sicht früher christlicher Autoren. Die Anfänge der Rezeption von 1 Kor 1-4

SoSe 2014

Dr. theol. Gabriele Spira

Die Auslegung von Genesis 3 in der frühchristlichen lateinischen Literatur. Eine stoff- und motivgeschichtliche Analyse

Publikation: 

Gabriele Spira, Paradies und Sündenfall. Stoffe und Motive der Genesis 3-Rezeption von Tertullian bis Ambrosius (Patrologia 34), Frankfurt a.M. 2015.

Prof. Dr. phil. Dr. theol. Andreas Weckwerth 

Casta placent superis – Konzeptionen kultischer Reinheit in der Spätantike

Publikation:

Andreas Weckwerth, Casta placent superis. Konzeptionen kultischer Reinheit in der Spätantike (Jahrbuch für Antike und Christentum – Ergänzungsband 42), Münster 2022.



Auswahlliteratur zur Prüfungsvorbereitung

Merkblatt zur Abfassung eines Referats und einer Seminararbeit

Auswahlbibliographie

Allgemeine Beratung: Studierendenservice und zentrale Studienberatung
Schreibberatung:  Campusweite Schreibwerkstatt
Finanzberatung: Bafög-Service
Beratung durch Studierende: AStA und Fachschaften
Beratung zum Berufseinstieg: Career Service
Psychologische Beratung: Psychotherapeutische Beratungsstelle
Beratung zur Barrierefreiheit: Servicestelle für Barrierefreies Studieren
Beratung für Eltern: Familienservice-Büro und Autonomes Referat für Eltern
Beratung zur Auslandsaufenthalten: Erasmus-Büros und Abteilung Internationales


Das Fach Alte Kirchengeschichte und Patrologie beschäftigt sich mit den Anfängen des Christentums bis etwa in die Zeit des 7. Jahrhunderts. In einem spannungsreichen und vielschichtigen Prozess entwickelten die frühen Christen eine eigene Identität als Glaubensgemeinschaft und etablierten Strukturen und Institutionen, von denen viele bis in die Gegenwart hinein Geltung haben.

Wir untersuchen die Ausbreitung des frühen Christentums in einem Raum, der von der jüdischen, griechisch-römischen und orientalischen Religiosität und Philosophie geprägt war. Kreativ adaptierend schufen frühchristliche Denker auf dieser Basis neue Formen von Theologie und Glaubenspraxis. Um die eigene Lehre rational plausibel zu machen, rekurrierten sie nicht nur auf jüdische heilige Schriften, die sie in einen neuen, christlichen Kanon integrierten, sondern auch auf Methoden und Denkmodelle der griechisch-römischen Philosophie. Darüber hinaus entwickelten sie im innerchristlichen Kontext verschiedene Kriterien, um die „wahre“ Lehre von „Häresien“ unterscheiden zu können.

Politische und soziale Einflüsse führten die frühen Christen zu Reflexionen über verschiedene Lebensentwürfe und Fragen des Alltagslebens. Weitgehend auf Integration in die römische Gesellschaft bedacht, sprachen sich nur wenige für einen grundlegenden Wandel aus, beispielsweise für die Abschaffung der Sklaverei. Allerdings beförderte das christliche Gottes- und Menschenbild neue Formen und Begründungen von Wohltätigkeit gegenüber Bedürftigen. Das zeitweilige Vorgehen römischer Machthaber gegen die Anhänger des christlichen Glaubens ließ diese eine Theologie des Martyriums entwerfen, die nach dem religionspolitischen Wandel seit Kaiser Konstantin I. auch asketische Lebensformen einschloss. Zugleich hielt man am Wert von Ehe und Familie fest.

Unser Quellenmaterial ist vielfältig: Es stehen nicht nur schriftliche Zeugnisse in verschiedenen Sprachen zur Verfügung, sondern auch zahlreiche materielle Hinterlassenschaften sowie die liturgische Praxis und Formen von Volksfrömmigkeit. Um es adäquat auszuwerten, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen wie verschiedenen Philologien, den Altertumswissenschaften, der Christlichen Archäologie und der Kunstgeschichte erforderlich.

Bei der Errichtung der Fakultät für Katholische Theologie im Rahmen der Wiedergründung der Universität Mainz wurden 1946 zwei Lehrstühle im Bereich der Historischen Theologie geschaffen, einer für Kirchengeschichte und Patrologie, einer für christliche Archäologie und Kunstgeschichte. Auf den zuerst genannten wurde Ludwig Lenhart berufen, zuvor Professor am Bischöflichen Priesterseminar Mainz; der andere Lehrstuhl blieb zunächst unbesetzt. Nachdem 1954 August Schuchert einen Lehrauftrag für dieses Gebiet wahrgenommen und ab 1955 Anton Philipp Brück als a.o. Professor tätig geworden war, wurde mit dessen Ernennung zum o. Professor am 15. Dezember 1964 der zweite Lehrstuhl der historisch-theologischen Fächergruppe regulär konstituiert. Nach der Emeritierung von Ludwig Lenhart wurde im Wintersemester 1968/69 die Abgrenzung der Lehrgebiete neu definiert, und zwar in Anlehnung an den Usus der meisten katholisch-theologischen Fakultäten im deutschen Sprachraum: Alte Kirchengeschichte und Patrologie einerseits, Mittlere und Neuere Kirchengeschichte und Religiöse Volkskunde andererseits. Dieser Fächerbestand wurde mit Schreiben des Ministers für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur vom 9. Mai 2006 an den Bischof von Mainz nochmals bestätigt.

Die Abteilung Kirchengeschichte des Altertums, Patrologie und Christliche Archäologie übernahm Karl Suso Frank OFM (1968-1974). Seinen Interessensschwerpunkt bildete vor allem die Geschichte des Mönchtums.

Ihm folgte im Wintersemester 1976/77 Theofried Baumeister OFM, der die Professur bis zu seiner Emeritierung im Sommersemester 2009 innehatte. Inhalte seiner Forschungen waren die Frömmigkeitsgeschichte der Alten Kirche (Martyrium, Hagiographie und Heiligenverehrung), Kirchengeschichte des Niltals (Ägypten und Nubien), Koptologie, Gnosisforschung sowie die Religionsgeschichte der Antike.

Theofried Baumeister OFM (1976-2009); Foto: Katharina Pultar

Zum Wintersemester 2010/11 übernahm Heike Grieser die Professur. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in sozial- und rechtsgeschichtlichen Fragestellungen (Christentum/ Theologie und Sklaverei; Frühchristliche Caritas), im kulturhistorischen Bereich (Christentum im Umfeld der (paganen) Religionen; Christlicher Volksglaube) sowie in der Hagiographie und der Historischen Frauenforschung.

Die Abteilung Mittlere und Neuere Kirchengeschichte und Religiöse Volkskunde übernahm Anton Philipp Brück (1955-1976). Ihm folgten Isnard W. Frank OP (1977-1996) und Johannes Meier (1997-2013). Zum Sommersemester 2014 wurde Claus Arnold auf die Professur berufen.

Ausführlichere Informationen zu Geschichte und Profil der Abteilung Mittlere und Neuere Kirchengeschichte und Religiöse Volkskunde finden Sie unter: https://www.historia.kath.theologie.uni-mainz.de/


Johannes Gutenberg-Universität Mainz
FB 01 Katholische Theologie und Evangelische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Seminar für Kirchengeschichte, Abteilung Altertum und Patrologie
Wallstraße 7a, 55122 Mainz

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
FB 01 Katholische Theologie und Evangelische Theologie
Katholisch-Theologische Fakultät
Seminar für Kirchengeschichte, Abteilung Altertum und Patrologie
Saarstraße 21, 55099 Mainz

Anja Tsioullis

E-Mail: anja.tsioullis@uni-mainz.de
Telefon: 06131-39 26199
Raum: 02 216 (2. Obergeschoss)

E-Mail: alte-kirchengeschichte@uni-mainz.de
Telefon: 06131-39 32570